Italiens Regierung gibt Grünes Licht: Rettungsplan für Parmalat genehmigt
- Firma soll neu gegründet werden, Gläubiger als Aktionäre. Erneuter Börsengang für 2005 vorgesehen
Die italienische Regierung hat den Sanierungsplan für den insolventen Lebensmittelkonzern Parmalat genehmigt. Industrieminister und Landwirtschaftsminister gaben grünes Licht. Der von Insolvenzverwalter Enrico Bondi ausgearbeitete Rettungsplan sieht unter anderem vor, den Konzern neu zu gründen und die wichtigsten Gläubiger zu Aktionären des neuen Konzerns zu machen.
Gläubiger der Muttergesellschaft sollen 11,3 Prozent ihrer Investitionen in Form von Anteilen am neuen Unternehmen zurückerhalten. Die Gläubiger hatten rund 15 Prozent erwartet. Zudem will Bondi nicht-strategische Unternehmensteile verkaufen und die Parmalat-Geschäfte künftig auf die Produktion von Milch- und Fruchtsaftprodukten konzentrieren. So will das Unternehmen vom kommenden Jahr an wieder die Gewinnschwelle erreichen. 2005 soll die neu gegründete Parmalat voraussichtlich auch wieder an die Börse kommen, von der die Gruppe im vergangenen Dezember suspendiert worden war.
Die Parmalat-Gruppe war Ende 2003 für insolvent erklärt worden, nachdem ein Finanzloch in Milliardenhöhe bekannt geworden war. Bis heute wird die Verschuldung auf über 14 Mrd. Euro geschätzt.
(apa)
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