Steigerung, aber keine "Lawine": Heuer bis zu zehn Prozent mehr Ost-Transit
- Weniger Frächter nützen "Rollende Landstraße"
- Neue Lkw-Maut zeigt aber offenbar Wirkung
Die große Transitlawine als Folge der EU-Osterweiterung ist bisher ausgeblieben, so die Autobahnfinanzierungsgesellschaft Asfinag im APA-Gespräch. Demnach habe der Transit im ersten Halbjahr im Ost-West-Korridor zwischen sieben und zehn Prozent zugenommen, genaue Zahlen gebe es nicht.
Vergleicht man die Zahl jedoch mit den Steigerungsraten im Alpentransit - hier betrug die Zunahme in den vorangegangenen Jahren rund zwei Prozent - ist der Anstieg doch beachtlich. Heuer sollen es in den Alpen wie im Osten bis zu zehn Prozent sein.
Als Grund für die stärkere Lkw-Belastung gilt vor allem der Wegfall des EU-Transitabkommens und der Kontingente für die östlichen Nachbarstaaten. Außerdem hat es bei der Rollenden Landstraße, bei der der Lkw auf der Bahn transportiert wird, einen Einbruch gegeben. Im Juni betrug der Lkw-Anstieg am Brenner 10,5 Prozent, so die Asfinag früheren Angaben zu Folge.
Bei der Asfinag geht man davon aus, dass die seit Jahresbeginn geltende Lkw-Maut zahlreiche Ostfrächter abgehalten hat, die österreichischen Autobahnen und Schnellstraßen zu nutzen. Spätestens in fünf Jahren, wenn es auch bei unseren östlichen Nachbarländern eine Lkw-Maut geben soll, werde diese Wirkung aber wegfallen.
(apa)
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