Zwei Wochen vor Beginn der Spiele: Olympisches Dorf in Athen eröffnet
- Erste Athleten ziehen bereits am Wochenende ein
- Vorstadtbahn eröffnet, Pannen bei Telefon und U-Bahn
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Panne bei 1. Test: Spitzel- Zeppelin blieb am Boden
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Fahnenträger ist Segler Hagara. PLUS:Alle Athleten
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US-Sender NBC zahlt 793 Mio $, Europäer 394 Mio.
Mit der Eröffnung des Olympischen Dorfes in Athen hat am Freitag für die kommenden 30 Tage eine eigene Zeitrechnung begonnen. Der "Zeitraum der Olympischen Spiele" endet mit dem Tag der Abschlussfeier im Olympiastadion Spyridon Louis am 29. August. Als Erster zog ein Sportler aus Kasachstan in den Wohnkomplex der Athleten und ihrer Betreuer ein, den IOC-Vizepräsident Thomas Bach als das "beste Olympische Dorf" bezeichnet hat, das er bisher gesehen habe.
Das Areal ist durch Zäune aus Beton und Stahlnetz sowie durch Polizei-Patrouillen geschützt. Sämtliche Besucher und Fahrzeuge werden 300 m vor der Einfahrt gründlich kontrolliert. Im Dorf werden insgesamt 16.000 Menschen - 10.500 Athletinnen und Athleten sowie rund 5.500 Begleiter - wohnen. Rund 11.000 Angestellte und freiwillige Helfer kümmern sich um das Wohlbefinden der Gäste, unter ihnen 2.000 Köche und Küchenhelfer, die täglich 60.000 Gerichte bereiten werden. Das Olympische Dorf, das am Donnerstag offiziell eingeweiht worden war, verfügt über eine moderne Klinik, ein riesiges Internetcafé und kirchliche Einrichtungen.
Doch auch für die Athleten, die noch nicht ihre Quartiere bezogen haben, ist Athen ab sofort allgegenwärtig. Denn mit der Eröffnung des Dorfes hat auch die bisher größte Aktion des Internationalen Olympischen Comites (IOC) gegen Doping begonnen. Die etwa 10.500 für die Spiele gemeldeten Sportler können nun während ihrer vorbereitenden Trainingslager "zu jeder Zeit und an jedem Ort ohne Vorwarnung Ziel einer Dopingkontrolle sein". Das besagt ein Schreiben, das IOC-Generalsekretär Urs Lacotte an alle 202 Nationalen Olympischen Komitees verschickt hat.
Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) und die ihr angeschlossenen Nationalen Agenturen wurden beauftragt, Dopingkontrollen auch außerhalb Griechenlands und an den nicht-olympischen Standorten innerhalb Griechenlands durchzuführen. Die Athleten hatten die vom IOC erweiterten Anti-Doping-Bestimmungen bei ihrer Anmeldung über das NOK schriftlich bestätigen müssen.
Vorstadtbahn "Proastiakos" eröffnet
Mit der Inbetriebnahme der neuen Olympia-Vorstadtbahn "Proastiakos" wurde am Freitag auch das letzte Infrastrukturprojekt für die Spiele 2004 vollendet. Die Bahn fährt zwei Mal stündlich und verbindet Athen in 35 Minuten mit dem neuen Flughafen "Eleftherios Venizelos".
Doch zwei Wochen vor der Eröffnung der Spiele am 13. August sorgten auch Pannen für Verunsicherung in der griechischen Hauptstadt. Am Donnerstag waren elf Stunden lang Telefonverbindungen in zahlreichen Olympiaanlagen gestört, weil ein neu installiertes Telekommunikationssystem nicht richtig funktionierte. Zudem musste wegen eines Stromausfalls der Metro-Verkehr für eine Stunde unterbrochen werden.
Rund um das Olympiastadion wird noch gestrichen und Baumüll beseitigt. Dies behindere nach Berichten von Athener Zeitungen die Installation des Überwachungssystems "C4I". Im Fernsehen war zu sehen, wie Patriot-Luftabwehrraketen rund um Athen und in der Nähe der Anlagen für Segeln, Basketball und Baseball bei Hellinikon in Stellung gebracht wurden. Am Freitagabend wurde auch eine NATO-Einheit für die Bekämpfung von Angriffen mit ABC-Waffen im Raum Athen erwartet.
(apa/red)
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