'Sie planen etwas, und zwar ziemlich bald': USA warnen vor neuem Al-Kaida-Anschlag
- Festnahme von Al-Kaida-Computerexperten führte zu US-Terrorwarnung
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Die jüngste US-Terrorwarnung geht offenbar auf Informationen zurück, die nach der Festnahme eines Computer-Experten der Al-Kaida-Gruppe in Pakistan gewonnen wurden. Angesichts dieser Informationen über Anschlagspläne in den USA haben die US-Sicherheitsbehörden die Alarmstufe für Washington erhöht. Für die US-Hauptstadt, New York und den Bundesstaat New Jersey gilt nun die zweithöchste Alarmstufe "Orange", also "hoch".
Aus US-Regierungskreisen verlautete am Montag, nach der Festnahme von Muhammad Naeem Noor Khan, alias Abu Talha, seien Dokumente, Computer und Berichte sicher gestellt worden, die Grundlage für die Terrorwarnung gewesen seien. "Es war spezifischer als alles, was wir bisher zu sehen bekommen haben. Sie planen etwas, und zwar ziemlich bald", hieß es weiter.
US-Heimatschutzminister Tom Ridge hatte am Sonntag mitgeteilt, es lägen neue, konkrete Informationen über mögliche Anschläge mit Autobomben oder Sprengstofflastern auf Finanz-Einrichtungen in New York, Washington und New Jersey vor und die zweithöchste Sicherheitsstufe "Orange" verhängt. Es gebe jedoch keine konkreten Hinweise, dass ein Angriff unmittelbar bevorstehe, hatte Ridge hinzugefügt.
Die US-Behörden hatten bereits zuvor vor Anschlägen vor den US-Präsidentenwahlen im November gewarnt. Am Freitag hatte Pakistan die Festnahme des hochrangigen tansanischen Al-Kaida-Mitglieds Ahmed Khalfan Ghailani und 13 weiteren mutmaßlichen Extremisten, darunter auch Abu Talhas, bekannt gegeben. Dabei waren auch Computer und zahlreiche Datenträger sicher gestellt worden. Aus den US-Kreisen verlautete nunmehr, die Terrorwarnung sei auf die Festnahme Abu Talhas, und nicht etwa auf die Ghailanis zurückzuführen.
Auch London unter verstärkter Überwachung
Als Folge der neuen Terrorwarnungen in den USA haben nach Informationen der "Times" auch US-Banken im Finanzviertel von London ihre Sicherheitsvorkehrungen verstärkt. Die Polizei habe ihnen dazu geraten, berichtete die Zeitung am Dienstag unter Berufung auf Quellen bei Scotland Yard. Mehrere britische Zeitungen berichteten, dass auf sichergestellten Disketten und in E-Mails des Terrornetzes El Kaida auch Großbritannien als Anschlagziel erwähnt worden sei.
(apa/red)
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