Terrorwelle in Usbekistan: Erste Festnahmen nach Bombenanschlägen
- Motiv: Laufender Prozess gegen 15 Attentäter
- Zahl der Todesopfer auf sechs gestiegen
Einen Tag nach der Anschlagserie in Taschkent hat die usbekische Polizei eine Gruppe Verdächtiger festgenommen. Über die Identität der Männer machte die Generalstaatsanwaltschaft keine Angaben. In einem Taschkenter Krankenhaus starb eines der Opfer der Bombenexplosion. Die Zahl der Toten stieg damit auf sechs, darunter die drei Selbstmordattentäter. Die Männer hatten sich neben den Botschaften der USA und Israels sowie im Gebäude der Generalstaatsanwaltschaft in Taschkent in die Luft gesprengt.
Der autoritär regierende Staatspräsident Islam Karimow berief seine Regierung zu einer Krisensitzung ein. Vor ausländischen Botschaften und öffentlichen Gebäuden wurden zusätzliche Wachleute postiert.
Usbekische Medien berichteten, die extremistische Organisation Islamische Bewegung Usbekistan (IMU) habe sich im Internet zu den Bluttaten bekannt. "Bisher haben wir keine Erkenntnisse darüber", teilte ein Sprecher des Innenministeriums mit. Der Innenminister Sakirdschon Almatow betonte, hinter den Anschlägen stünden internationale Terrornetze. Die usbekische Führung dementierte frühere Berichte, wonach bei der Bombendetonation vor der US-Botschaft insgesamt acht Wachleute und Passanten getötet wurden. (apa/red)
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