Neuer Aufreger: Papst-Schreiben kritisiert weltweiten Feminismus!
- "Wollen biologischen Unterschied abschaffen"
- Radio Vatikan dementiert: Keine Verurteilung
Im Vatikan ist die Veröffentlichung eines neuen Schreibens von Papst Johannes Paul II. auf Kritik gestoßen. Der Leiter des deutschen Programms von Radio Vatikan, Eberhard von Gemmingen, widersprach am Freitag der Darstellung, dass in dem Papier der "weltweite Feminismus" angegriffen werde.
Der Papst fordere vielmehr die gesellschaftliche Aufwertung der Frau und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, hieß es in einer in Rom verbreiteten Erklärung. "Dinge, die alle Welt wunderbar fände", fügte von Gemmingen hinzu.
Der Zeitungsbericht im Detail
Papst Johannes Paul II. hat einem Zeitungsbericht zufolge in einem neuen Schreiben den "weltweiten Feminismus" kritisiert. In dem 37-seitigen Papier wirft der Vatikan dem Feminismus vor, die biologischen Unterschieden zwischen Mann und Frau abzuschaffen. Zudem appelliere er an die Regierungen, Bedingungen zu schaffen, in denen "Frauen ihre Pflichten in der Familie" nicht vernachlässigen müssen, wenn sie einem Job nachgehen, so die "Bild"-Zeitung.
Der "Brief über die Zusammenarbeit von Mann und Frau in der Weltkirche", der von der Glaubenskongregation unter dem deutschen Kardinal Josef Ratzinger verfasst wurde, geht demnach auch auf das Thema Homosexualität ein. In einem Kapitel werde daran erinnert, dass Gott "eine christliche Ehe" gewollt habe, eine Ehe zwischen einem Mann und einer Frau, die sich ergänzen wollen, schreibt die Zeitung weiter. Das Papier soll laut "Bild" am Samstag veröffentlicht werden. (apa)
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