Nach spektakulärer Verhaftung: El-Kaida-Anführer schweigt über Bin Laden-Versteck
- Hauptverdächtiger der Anschläge auf US-Botschaften
- USA verringern Kopfgeld von 25 auf 5 Millionen Dollar
·Boston: Kerry von Demokraten gewählt
Terror-Ansage Edwards:
"Wir vernichten El Kaida"
·Extremisten drohen
Europa & Berlusconi!
"Heute haben wir euch blutigen Krieg erklärt"
Der in Pakistan gefasste El-Kaida-Anführer Ahmed Khalfan Ghailani hat sich bisher nicht zum Aufenthaltsort von Extremisten-Chef Osama bin Laden geäußert. "Er ist immer noch wortkarg", hieß es am Freitag aus Geheimdienstkreisen. Die Ermittler überprüfen einen Computer und Disketten, die sie bei der Ergreifung Ghailanis und 13 weiterer Verdächtiger und Familienangehöriger sicher gestellt hatten.
Vor der Festnahme lieferten sich Sicherheitskräfte und Verdächtige eine 14-stündige Schießerei in Gujarat, 175 Kilometer südöstlich von Islamabad. Die USA hatten eine Belohnung in Millionenhöhe auf den im tansanischen Sansibar geborenen Ghailani ausgesetzt. Sie machen ihn für die Anschläge auf die US-Botschaften in Nairobi und im tansanischen Dar es Salaam 1998 verantwortlich, bei denen 224 Menschen umkamen.
Ghailanis Fahrer habe die Sicherheitskräfte zu seinem Versteck geführt, hieß es in den Geheimdienstkreisen. Mit dem hochrangigen El- Kaida-Mitglied seien seine usbekische Frau und zwei Südafrikaner festgenommen worden.
Ghailani ist Anfang 30 und firmiert auch unter den Decknamen "Foopie" und "Ahmed der Tansanier". Er ist vermutlich das ranghöchste El-KAida-Mitglied, das seit der Festnahme von Khalid Sheik Mohammed im März 2003 in Pakistan gefasst wurde. Sheikh Mohammed gilt als Planer der Anschläge vom 11. September 2001 in den USA.
Der Festgenommene und seine Gefolgsleute hatten nach Behördenangaben zunächst in Afghanistan auf Seiten der Taliban gekämpft. Zuletzt hätten sie sich darauf vorbereitet, mit ihren Familien und gefälschten Papieren aus Pakistan zu fliehen, weil ihnen die Fahnder zu nahe gekommen seien. Ein Auslieferungsersuchen der USA liege den pakistanischen Behörden noch nicht vor, sagte Innenminister Hayat.(apa)
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