John Edwards Rundumschlag gegen Bush: "Neuer Präsident für weniger Terror"
- Vizepräsident: "Ein neuer Präsident wird die Welt wieder auf unsere Seite bringen"
Feurige Rede des Vizepräsidentschaftskandidat der US-Demokraten John Edwards. Sein Rundumschlag gegen Bush war der umjubelte Höhepunkt am 2. Tag des Demokraten-Treffens in Boston. Sein Motto, "ein Amerika für alle" zu errichten ohne soziale Teilung zwischen den Reichen und den Armen gesprochen fand viel Applaus unter den zahlreichen Kerry-Anhängern. "Wir leben immer noch in zwei verschiedenen Amerikas, in einem für jene die den Amerikanischen Traum verwirklicht haben und sich keine Sorgen machen müssen, und in einem anderen für die meisten Amerikaner, die hart arbeiten müssen und kämpfen um finanziell zurechtzukommen", formulierte er sein Programm für die Präsidentschaftswahlen.
Edwards erinnerte dass er als erster seiner Familie aufs College gehen konnte, und als Anwalt für Familien und Kinder gegen die Versicherungskonzerne und Pharmaunternehmen gekämpft habe. Als Senator von North Carolina habe er die selben Kämpfe dann gegen die Lobbyisten in Washington gefochten. "Wir können ein Amerika bauen" in dem es nicht zwei Gesundheitssysteme, zwei Schulsysteme und zwei Ökonomien gebe, eines jeweils für die Reichen und eines für die große Mehrheit der Amerikaner, die gerade noch zurecht komme und durch jedes Problem, etwa Arbeitslosigkeit oder Krankheit, völlig aus der Bahn geworfen werden könne.
Edward für Steuererhöhung bei den Reichen
Zur Finanzierung seines sozialen Reformpakets forderte Edwards, die Steuersenkungen für die reichsten zwei Prozent der Amerikaner wieder rückgängig zu machen. Weiters müsse auch etwas für die 35 Millionen in Armut lebenden Amerikaner getan werden, indem der Mindestlohn angehoben und den arbeitenden Familien unter die Arme gegriffen werde. "Wir lehnen es ab, dass Amerikaner die Vollzeit arbeiten trotzdem in Armut leben müssen - nicht in unserem Amerika", rief Edwards den Delegierten im Fleet Center zu. Das gemeinsame Amerika dürfe auch nicht durch Rassismus geteilt werden.
Kerry würde eine Wende im Irak-Krieg bekommen
Auch im Irak-Krieg könne Präsident John Kerry eine Wende bringen, zeigte sich Edwards überzeugt. Mit einem neuen Präsidenten, der die Bündnisse mit den Partnern wieder stärke, könne die NATO bei der Sicherung des Irak helfen und andere Länder dem Irak die Schulden erlassen, um den Wiederaufbau zu unterstützen.
Amerika vor Terroranschlägen schützen
"Ein neuer Präsident wird die Welt auf unsere Seite bringen und damit einen stabilen Irak und eine echte Chance auf Frieden und Freiheit im Nahen Osten erreichen, eingeschlossen Sicherheit für Israel. Mit ihm und Kerry im Weißen Haus werde es nicht drei Jahre dauern um Reformen im Geheimdienst zu erreichen, um die USA sicherer zu machen und besser vor Terroranschlägen zu schützen.
"Die Hoffnung ist auf dem Weg", rief Edwards, und "dies ist Amerika wo alles möglich ist", betonte er seinen Optimismus. "Lasst uns Amerika in der Heimat stärken und in der Welt geachtet werden lassen", zitierte er das Motto des Parteitags.
Zährtliche Worte von Ehefrau Elizabeth
Edwards war von seiner Frau Elizabeth präsentiert worden, die ihn mit einer Liebeserklärung vorstellte: "Ich habe den gescheitesten und süßesten Mann geheiratet, den ich kannte, und den größten Optimisten". Die 22-jährige Tochter des Paares, Cate, würdigte ihre Mutter als künftige "Second Lady". Nach der Rede kamen auch die beiden Jüngsten der Edwards-Familie, Emma Claire und Jack auf die Bühne.
(apa/red)
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