Moslemische Truppen im Irak? USA und Saudiarabien führten erste Gespräche
- US-Außenministerium sei an Vorschlag interessiert
- Moslemische Truppen Ersatz für Spanier & Phillippiner
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Saudiarabien hat den USA vorgeschlagen, Truppen aus moslemischen oder arabischen Ländern in den Irak zu entsenden. Erste Vorgespräche soll es diesbezüglich am Mittwoch zwischen dem saudiarabischen Außenminister, al Faisal, und seinem US-Amtskollegen Powell in Jiddah gegeben haben. Einzelheiten, welche Länder für Sicherungsaufgaben im Irak in Frage kämen, wurden nicht genannt.
Ein Vertreter des US-Außenministeriums sagte, die USA seien an dem Vorschlag interessiert, warteten aber auf weitere Einzelheiten. Für die USA wäre ein Einsatz moslemischer Truppen im Irak nach dem Abzug der Spanier, der Philippiner, der Dominikanischen Republik, Nicaraguas und Honduras' ein außenpolitischer Erfolg.
Auch Pakistan unterstützt die Entsendung
Bei den Gesprächen in Saudiarabein hat nun auch der pakistanische Premierminister Chaudry Shujaat Hussain hat die Möglichkeit einer "Muslimischen Truppe" für die Stabilisierung des Irak besprochen. Die saudiarabische Regierung wolle den Vorschlag prüfen und noch diese Woche ihre Entscheidung mitteilen. Er fügte an, dass auch andere islamische Länder wegen der Pläne einer "Muslimischen Truppe" konsultiert worden seien. Das pakistanische Außenministerium war zu keiner offiziellen Stellungnahme bereit.
Zur Zeit sind etwa 160.000 ausländische Soldaten im Irak stationiert. Das größte Kontingent stellen die USA mit etwa 140.000 Soldaten. (apa)
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