Wieder Geiseln im Irak ermordet: USA hofft auf Entsendung arabischer Truppen!
- Pakistan will nach Geisel-Tötung Soldaten schicken
- Ukraine kündigt den Rückzug aus dem Irak an
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Das Morden geht im Irak ungebrochen weiter. Jetzt sind zwei pakistanische Geiseln von ihren Entführern ermordet worden. Die pakistanische Botschaft in Bagdad hat die Ermordung der Männer bestätigt. Die militante Gruppe "Islamische Armee des Irak" habe die beiden am Mittwochabend hingerichtet, sagte der Geschäftsträger der diplomatischen Vertretung, Muhammad Iftikhar Anjum, am Donnerstag. Unterdessen verhandelt der US-Außenminister Powell über die Entsendung arabischer Truppen in den Irak.
Powell hatte am Mittwoch mit der saudiarabischen Regierung über die Möglichkeit der Entsendung einer Friedenstruppe aus arabischen Staaten in den Irak beraten. US-Außenamtssprecher Richard Boucher sagte, es sei um Soldaten aus moslemischen Ländern gegangen, die nicht an den Irak angrenzten. In Kairo sollte am Donnerstag erstmals die Irak-"Troika" der Arabischen Liga auf Ministerebene zusammentreten. Ihr gehören Ägypten, Algerien und Bahrain an. Ägypten hat eine Truppenentsendung in den Irak schon strikt abgelehnt.
Auch Pakistan überlegt Truppen zu senden
Der pakistanische Premier Chaudry Shujaat Hussain hat nach der Ermordung zweier Geiseln im Irak ebenfalls über die Möglichkeit einer "moslemischen Truppe" für die Stabilisierung des Irak gesprochen. Dies teilte ein ranghoher pakistanischer Regierungsvertreter am Donnerstag mit.
Ukraine kündigt ihren Rückzug an
Den USA droht im Irak ein weiterer Verbündeter der "Koalition der Willigen" abhanden zu kommen. Die Ukraine kündigte am Donnerstag eine Verringerung ihrer 1650 Mann starken Truppe sowie die Vorbereitung des vollständigen Abzugs an. "Wir können dort nicht mehr lange bleiben", sagte Verteidigungsminister Jewgeni Martschuk in Kiew. Fristen wurden zunächst nicht genannt. Am vergangenen Samstag hatte Russland die Bitte der irakischen Übergangsregierung um Entsendung von Friedenstruppen abgelehnt. Der irakische Außenminister Hoshiyar Zebari war deswegen nach Moskau gereist.
(apa/red)
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