Mittwoch, 28. Juli 2004

Geiselnahme in chilenischer Botschaft: 54-jähriger Beamter tötete vier Mitarbeiter

  • Wegen einer Versetzung drehte ein Mitarbeiter durch
  • Der Botschafter ist nicht unter den Geiseln

Bei der Geiselnahme in der chilenischen Botschaft in Costa Rica sind am Dienstag vier Mitarbeiter der diplomatischen Vertretung getötet worden. Das teilte der Direktor des Roten Kreuzes, Guillermo Arroyo, in der Hauptstadt San José mit. Unter den Geiseln seien mehrere Mitarbeiter der Vertretung, aber nicht Botschafter Guillermo Yunge selbst, hieß es. Die chilenische Außenministerin Soledad Alvear sprach in Santiago de Chile von neun Geiseln, die Behörden Costa Ricas erst von elf, dann von zehn.

Bis zum späten Abend führten Verhandlungsversuche der Behörden und der Familie des 54 Jahre alten Polizisten zu keinem Ergebnis. Der Geiselnehmer habe sich selbst verletzt, als sich versehentlich ein Schuss aus seiner Waffe löste. Der Bereich um die Botschaft wurde von starken Polizeikräften abgesperrt.

Unter den Geiseln seien mehrere Mitarbeiter der Vertretung, aber nicht Botschafter Guillermo Yunge selbst, hieß es. Die chilenische Außenministerin Soledad Alvear sprach in Santiago de Chile von neun Geiseln, die Behörden Costa Ricas erst von elf, dann von zehn.

Der chilenische Innenminister Jose Miguel Insulza, der sich seit Montag in San Jose aufhält, hatte ursprünglich am Abend an einem Empfang in der Botschaft teilnehmen wollen. Er sei jedoch zu keinem Zeitpunkt in Gefahr gewesen, sagte Insulza chilenischen Medien. (apa)

28.7.2004 09:08