USA erhöhen Druck auf den Sudan: Erste Sanktionen nach 30-Tage-Frist angedroht
- Resolution wird in den nächsten Tagen verabschiedet
- Russland fordert Sanktionen
·USA schicken keine Truppen nach Darfur
Sudan protestiert gegen mögliche EU-Sanktionen
·EU droht Sudan
mit UNO-Sanktionen
Regime zur Entwaffnung der Milizen aufgefordert
·Papst-Appell: In Darfur eingreifen!
"Wie kann man da gleichgültig bleiben?"
Die USA haben ihren jüngsten Entwurf für eine UN-Resolution zum Sudan offiziell im Weltsicherheitsrat eingebracht. Darin wird dem afrikanischen Land wegen der andauernden Menschenrechtsverletzungen in der Region Darfur mit Sanktionen nach einer 30-Tage-Frist gedroht. Washington dringt darauf, die Resolution in den nächsten Tagen zu verabschieden.
Dagegen wollen China und vor allem Pakistan der Regierung in Khartum noch mehr Zeit gewähren. Pakistans Präsident Musharraf plädierte in Telefongesprächen mit UN-Generalsekretär Annan und dem amerikanischen Außenminister Powell, "mehr Raum für eine diplomatische Lösung" zu lassen.
Russland fordert Sanktionen
Russland hat eine Woche nach der Lieferung von zwei Kampfflugzeugen an den Sudan schnelle Sanktionen gegen das afrikanische Land wegen der Darfur-Verfolgungen abgelehnt. Erst müsse geprüft werden, ob die Regierung in Khartum ihre Zusagen gegenüber den Vereinten Nationen einhalte oder nicht, sagte Vize-Außenminister Juri Fedotow am Mittwoch in Moskau. Russland hatte nach Medienberichten am 21. Juli die letzten zwei von insgesamt zwölf in Auftrag gegebenen Kampfjets vom Typ MiG-29 an den Sudan ausgeliefert.
(apa)
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