Säbelrasseln im Nahen Osten: Iran warnt Israel vor Angriffen auf Atomanlagen
- Israel werde "von der Weltkarte verschwinden"
- Bereits 1981 wurde der Atomreaktor "Osirak" zerstört
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"Eklatante Einmischungen"
des Nachbarlandes
Nach den deutlichen Warnungen der USA in Richtung Iran, kommt nun postwendend die Retourkutsche. Israel werde "von der Weltkarte verschwinden", sollte es versuchen, die iranischen Atomanlagen anzugreifen, heißt es in einer Erklärung der iranischen Revolutionswächter (Pasdaran). "Die USA zeigen ihre Muskeln und drohen, ihren tollwütigen Hund (Israel) loszulassen", erklärte der Pasdaran-Kommandant Seyed Massud Jazayeri nach Angaben der Agentur ISNA in Teheran.
Israel soll über detaillierte Pläne zur Zerstörung iranischer Atomanlagen verfügen. Mit einem Lufteinsatz hatte Israel 1981 den mit französischer Hilfe errichteten irakischen Atomreaktor "Osirak" zerstört.
Die USA haben unterdessen den iranischen Volks-Mujaheddin im Irak den Status von "geschützten Personen" zugesprochen. Washington betrachte die 3800 Kämpfer der bewaffneten Exil-Opposition, die im Lager Ashraf 115 Kilometer nordöstlich von Bagdad festgehalten würden, aber weiterhin als Mitglieder einer "internationalen Terrororganisation", sagte der stellvertretende US-Außenamtssprecher Adam Ereli am Montag (Ortszeit) in Washington.
Der von den USA eingesetzte irakische provisorische "Regierungsrat" - der mittlerweile durch die Übergangsregierung von Premier Iyad Allawi ersetzt worden ist - hatte ursprünglich die Ausweisung aller Milizionäre und Parteifunktionäre der iranische Oppositionsbewegung verfügt. Im Vorjahr hatten die US-Truppen im Irak mit der von Massud Rajavi geleiteten Exilorganisation ein Waffenstillstandsabkommen geschlossen. Die Volks-Mujaheddin stehen auf der Terrorliste der USA und der Europäischen Union. Ihr "Nationaler Widerstandsrat" war größtenteils von Saddam Hussein finanziert worden.
(apa/red)
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