Dienstag, 27. Juli 2004

Auftakt zum Parteitag der Demokraten:
Die Clintons werben für John Kerry!

  • Brandreden für Kerry auch von Jimmy Carter
  • PLUS BILDER: Kerrys schöne Töchter auf Stimmenfang

Der Höhepunkt beim Auftakt des Demokratischen Parteitags in Boston war der Auftritt von Ex-Präsident Bill Clinton und seiner Gattin Hillary. In einer wahren Brandrede warb Bill für "seinen" Präsidentschaftskandidaten John F. Kerry. "Sendet John Kerry", rief Clinton den Delegierten im Fleet Center zu. Ein Präsident Kerry werde für Amerika in der Welt mehr Freunde gewinnen und den Terror besser bekämpfen.

Neben Clinton richteten ein weiterer Ex-Präsident, ein Vizepräsident und eine ehemalige First Lady ihre eindringlichen Appelle für die Wahl von John F. Kerry an die zahlreichen Gäste. Ex-Präsident Jimmy Carter und Ex-Vizepräsident Al Gore sowie Senatorin Hillary Clinton verurteilten die Politik von Präsident George W. Bush als unilateral, unsozial und gefährlich für die USA. Der Eröffnungstag der Convention im Fleet Center wurde unter starken Sicherheitsvorkehrungen und ohne Zwischenfälle abgewickelt. Rund 3.500 Delegierte aus allen Bundesstaaten und tausende Gäste jubelten den Rednern zu.

Parteitag im Zeichen der Abrechnung mit Bush
Der Beginn der viertägigen Convention unter dem Motto "Stärker in der Heimat, geachtet in der Welt" stand ganz im Zeichen der Abrechnung mit Bush und einer positiven Präsentation von John F. Kerry. Präsidentschaftskandidat Kerry und sein Vizepräsidentschaftskandidat John Edwards würden Amerika stärker und sicherer machen, durch Kooperation mit internationalen Partnern den Kampf gegen Terror besser führen. Im Inneren würde Präsident Kerry allen Amerikanern durch sozialere Politik mehr Chancen bieten, zeigten sich die Redner überzeugt.

Umstrittene Wahlentscheidung 2000
Al Gore ging in seiner Rede auf die umstrittene Wahlentscheidung von 2000 ein und kritisierte scharf die Republikaner und das Höchstgericht: "Diesmal werden wir nicht zulassen, dass das Höchstgericht den nächsten Präsidenten auswählt, und dass dieser Präsident das nächste Höchstgericht auswählt". Angesichts der großen Differenzen zwischen Demokraten und Republikanern, etwa in der Umweltpolitik und im Sozialen, appellierte er an die Wähler von Ralph Nader sich ihr Stimmverhalten genau zu überlegen. "Jede Stimme zählt", rief er den Delegierten im Fleet Center zu.

Eröffnung ohne Misstöne
Der geschlossene Auftritt der "Ikonen" der demokratischen Partei am Eröffnungstag der Convention verlief geeint und ohne Misston. Eine Angehörige von Terroropfern erinnerte an die Anschläge vom 11. September 2001. Auch zahlreiche demokratische Politiker aus ethnischen Minderheiten wie den Hispanics oder Schwarzen kamen in Reden und eingespielten Grußadressen zu Wort. Die neun Senatorinnen der Demokraten präsentierten einen gemeinsamen Wahlaufruf für Kerry. Zur Auflockerung wurden Klassiker wie "This Land is my land, this land is your land", Pete Seegers Protestsong "Sag mir wo die Blumen sind" und die amerikanische Hymne gesungen.(apa/red)

(apa/red)

27.7.2004 07:23