Der Terror in Bagdad geht ungebrochen weiter: Wieder 7 Tote nach Anschlägen
- Die Frist für sieben entführte Geiseln wurde verlängert
- Bildung eines 100-köpfigen Nationalrates ist in Planung
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Bei Anschlägen im Irak sind am Montag mindestens sieben Menschen getötet worden. Laut Augenzeugen sprengte sich in der Früh ein Selbstmordattentäter vor dem US-Stützpunkt in Mossul in die Luft und riss vier Iraker mit in den Tod. In Basra wurden aus einem fahrenden Fahrzeug heraus zwei irakische Frauen erschossen.
Bei einem Autobombenanschlag im Zentrum von Bagdad wurden drei Iraker verletzt. Der Sprengsatz explodierte an der Auffahrt zur Sarafiya-Brücke. Etwa zur gleichen Zeit schlugen zwei Mörsergranaten in den früheren Sitz des Ministeriums für Hochschulbildung ein, wie das Innenministerium mitteilte.
Frist für Geiseln verlängert
Die Entführer von sieben im Irak verschleppten Lastwagenfahrern haben am Montag die Frist für die Erfüllung ihrer Bedingungen verlängert. Auf einem Video, das arabischen Medien zugespielt wurde, verlas einer der vermummten Kidnapper eine Erklärung, derzufolge mehr Zeit für Verhandlungen eingeräumt werde. Wann die Frist ausläuft, war nicht klar. Auf dem Video waren außer weiteren Vermummten auch die Geiseln - drei Inder, drei Kenianer und ein Ägypter - zu sehen.
Nationalkonferenz einberufen
Die irakische "Nationalkonferenz" soll unterdessen nach den Planungen des Vorbereitungskomitees am Donnerstag beginnen. Das sagte der Vorsitzende des Komitees, Fuad Massum, am Montag in Bagdad. Aufgabe der Konferenz soll es sein, einen 100-köpfigen Nationalrat zu wählen, der die Übergangsregierung von Ministerpräsident Iyad Allawi beaufsichtigen und an der Vorbereitung der ersten freien Wahlen spätestens im Jänner 2005 mitwirken soll. (apa)
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