US-Außenminister in Ungarn: Powell soll vor Parlament Auszeichnung erhalten
- Nach Besuch in Budapest Aufbruch in Nahen Osten
US-Außenminister Powell ist zum Beginn einer einwöchigen Reise durch Osteuropa und den Nahen Osten in Ungarn eingetroffen. Powell kam am Montagabend in der ungarischen Hauptstadt Budapest an, wo er am Dienstag vor dem Parlament eine Auszeichnung erhalten sollte.
US-Außenminister Colin Powell hat Ungarn für sein Engagement im Irak gedankt. Dabei brachte Powell am Dienstag im Morgenmagazin des ungarischen Fernsehens (MTV) seine Hoffnung zum Ausdruck, das ungarische Parlament werde am Jahresende eine "vernünftige Entscheidung" über die Verlängerung des Mandats ungarischer Soldaten im Irak treffen. Zugleich führte der US-amerikanische Außenminister erneut Argumente für die Berechtigung des Irak-Krieges an.
Powell betonte, dass durch das militärische Eingreifen im Irak eine "Massenmörder-Diktatur" liquidiert und an deren Stelle mit dem Aufbau der Demokratie begonnen wurde. Ungarn ist mit 300 Soldaten im Irak präsent und führt dort logistische Aufgaben aus. Die Donaurepublik ist die erste Station einer einwöchigen Reise des amerikanischen Außenministers, die ihn durch Osteuropa und den Nahen Osten führt.
Von Ungarn aus wollte Powell nach Ägypten weiterreisen, wo er am Mittwoch erwartet wurde. Daneben standen Besuche in Saudiarabien, Kuwait, in Bosnien-Herzegowina und Polen auf seinem Programm. Powells Reise endet am Wochenende in Warschau, wo er an den Feierlichkeiten zum 60. Jahrestag des Warschauer Aufstands teilnehmen wird.
(apa)
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