Der neue Saddam: Im Gefängnis schreibt er Gedichte und frönt der Gartenarbeit
- Eines der Gedichte handelt von US-Präsident Bush
- Ex-Diktator bei guter Gesundheit und mit Appetit
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Der frühere irakische Machthaber Saddam Hussein entwickelt sich nach den Beschreibungen eines Vertreters der neuen Übergangsregierung in Bagdad immer stärker zu einem Liebhaber stiller Beschäftigungen. In seinen Mußestunden in Haft lese der gestürzte Präsident den Koran, schreibe Gedichte und befasse sich mit dem Gärtnern, sagte der irakische Staatssekretär für Menschenrechte, Bachtjar Amin, der britischen Tageszeitung "Guardian" (Montagausgabe).
Eines der Gedichte handele von Saddams Widersacher, dem US-Präsidenten George W. Bush. "Ich hatte allerdings noch keine Zeit, es zu lesen", gestand Amin ein. Wenn Saddam Hussein seine zwölf Quadratmeter große Zelle verlassen dürfe, widme er sich sofort der Gartenarbeit: "Er kümmert sich um ein paar Sträucher und hat sogar eine kleine Palme eigenhändig mit weißen Steinen umrandet".
Amin, der den Ex-Präsidenten am Samstag im Gefängnis besucht hatte, erschien Saddam Hussein "bei guter Gesundheit". Er werde jedoch wegen Bluthochdrucks behandelt und leide unter einer chronischen Prostata-Entzündung. Nach einer selbst auferlegten fettlosen Diät habe er wieder deutlich zugenommen, was sicherlich an seiner Vorliebe für Muffins und Plätzchen liege, versicherte der Menschenrechtsvertreter der Regierung weiter.
(apa/red)
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