"profil": LH nominiert Kandidaten für Intendanz der Salzburger Festspiele nach
- Liste der zwölf Bewerber für Burgstaller nicht verbindlich
- Bekanntgabe des neuen Intendanten Ende August
In einem Interview in der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" äußerst sich Salzburgs Landeshauptfrau Gabi Burgstaller erstmals ausführlich zu der Suche nach einem neuen Intendanten für die Salzburger Festspiele. Das Ergebnis der öffentlichen Ausschreibung ist für Burgstaller nicht verbindlich: "Ich habe mir dafür ein juristisches Gutachten erstellen lassen. Aus meiner Sicht ist eine öffentliche Ausschreibung nicht notwendig. Es können sich noch immer Leute melden, was übrigens auch geschieht."
"Wir in Salzburg wünschen uns einen Manager als Intendanten, auf Seiten des Staatssekretariats liegt die Betonung auf einem Künstler", so Burgstaller weiter. Die Bestellung von Dirigent Franz Welser-Möst schließt sie de facto aus: "Es gibt die Erfahrung und die Sorge, das jemand, der parallel so vielen anderen Aktivitäten wie Welser-Möst nachgeht, sich zu wenig den Festspielen widmen könnte".
Es gebe viele neue Gesprächspartner, so Burgstaller weiter, "die sich nicht für die Intendanz", sondern "gezielt als Schauspielchef oder Konzertchef bewerben". Dem Nachfolger von Intendant Peter Ruzicka empfiehlt sie, sich einen "Kunstrat" oder "Konsulenten" zu suchen und die "Festspiele nicht allein im Kämmerlein" zu entwickeln.
Als Zeitpunkt für die Bestellung des nächsten Festspiel-Intendanten nennt Burgstaller Ende August. Mit einer Erhöhung der Subvention könne der neue Intendant "in den nächsten Jahren" nicht rechnen. Auch Hans Holleins Salzburger Museum im Berg erteilt Burgstaller eine Absage: "In Zeiten wie diesen ist es unzumutbar, noch ein Museum zu errichten".
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