Samstag, 31. Juli 2004

Positive Bilanz für Gorbach: Weniger Verkehrstote auf Österreichs Straßen

  • 2004 um fast 100 Verkehrstote weniger als im Vorjahr
  • Gorbach: "Wir sind in die richtige Richtung unterwegs"

Die Zahl der Verkehrstoten in Österreich sinkt: Von Jänner bis Juli 2004 sind 431 Menschen auf Österreichs Straßen gestorben, im Vergleichszeitraum des vergangenen Jahres gab es 520 Verkehrstote. Diese Zahlen gab das Verkehrsministerium am Samstag bekannt.

In fast allen Unfall- und Fahrzeugbereichen gab es in den ersten sieben Monaten dieses Jahres Rückgänge: So wurden bisher 57 Motorradfahrer getötet, um zwölf weniger als 2003. Die Zahl der tödlich verunglückten Mopedlenker hat sich sogar auf 15 halbiert.

Gorbach: "Sind auf dem richtigen Weg"
"Wir sind in unserer Verkehrssicherheitsarbeit auf dem richtigen Weg und in die richtige Richtung unterwegs", sagte Verkehrsminister Gorbach. Sein Ziel: die Anzahl der Verkehrstoten bis 2010 zu halbieren und die Unfälle mit Personenschaden um 20 Prozent zu reduzieren. Dafür müsse aber noch viel getan werden, so der Vizekanzler.

"Mit dem Mehrphasenführerschein, der Einführung von Drogentests, der Section Control, den Maßnahmen zur Baustellensicherheit, der konsequenten Verbesserung der Tunnelsicherheit oder zuletzt mit der Einführung der Warnwesten haben wir schon viele Schritte gesetzt, um die Sicherheit auf unseren Straßen zu erhöhen", sagte Gorbach. Außerdem werde intensiv an einem Modell für das Vormerksystem gearbeitet.

Bestehende Strafrahmen nicht ausgenutzt
Die Erhöhung der Strafrahmen sei für ihn "das letzte Mittel und nur dort sinnvoll, wo es die Menschen nachvollziehen und verstehen können", betonte Gorbach erneut. Die bestehenden Strafrahmen würden nicht annähernd ausgenutzt.

So werde in Österreich bei einem Strafrahmen für überhöhte Geschwindigkeit von 21 bis 726 Euro eine Übertretung von 20 km/h im Schnitt mit nur 28 Euro bestraft. In den skandinavischen Ländern müssten dafür bis zu 400 Euro bezahlt werden. (apa)

31.7.2004 11:47