Freitag, 30. Juli 2004

Landeshauptleute gegen Stellenabbau beim Heer: "Straffen ja, abschaffen nein"

  • Sorge Aufrechterhaltung des Katastrophenschutzes
  • Pilz: 5.000 Posten in Länderkommandos überflüssig

Heftige Reaktionen der Landeshauptleute auf den Pilz-Vorschlag zur Reduzierung der Landes-Kommandozentralen beim Bundesheer auf ca. 15 Personen. Die Funktionstüchtigkeit der Militärkommanden dürfe nicht reduziert werden, stellte Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll am Freitag fest. "Straffen ja, abschaffen nein." Ähnlich argumentierte auch der Vorarlberger Landeschef Herbert Sausgruber, der sich gegen eine übermäßige Verkleinerung der Militärkommanden verwehrte.

Sausgruber betonte am Freitag noch einmal die Notwendigkeit regionaler Sicherheitsstrukturen, "dazu gehören auch die Militärkommanden". Ein Militärkommando könne durchaus schlank gehalten werden, müsse aber funktionieren.

Das Militärkommando leiste in Vorarlberg regelmäßig Einsätze bei der Katastrophenhilfe, strich Sausgruber die Bedeutung des Militärkommandos im Ländle hervor. Es müsse als "Führungsorgan vorhanden sein", sagte Sausgruber, es im Sinne einer "Briefkastenfirma" zu führen sei zu wenig. Eine Entscheidung in der Frage der Militärkommanden erwartet Sausgruber im Lauf der nächsten Monate.

Niederösterreich fürchtet Probleme bei Katastrophenschutz
Pröll erinnerte an die Vielzahl von Aufgaben, die den Militärkommanden zukämen. Er führte den Sicherheitsbereich, Katastrophenschutz und auch gesundheitspolitische Agenden mit der Führung der Stellungsstraße oder bei der Seuchenbekämpfung an. Die Schlagkraft der Militärkommanden müsse demnach erhalten bleiben, so der Landeshauptmann.
(apa/red)

30.7.2004 11:31