Freitag, 30. Juli 2004

Flucht in die Frühpension: Bereits 35% der Neuzugänge sind sogenannte "Hackler"

  • Vor der Pensionsreform 2000 waren es 1,24 Prozent
  • Verhandlungen über Schwerarbeiterregelung laufen

Die sogenannten "Hackler" machten im Vorjahr bereits 35,3 Prozent der Neuzugänge bei den Frühpensionen aus. Das heißt, insgesamt 7.873 von 22.304 neuen Frühpensionisten wiesen mindestens 45 Versicherungsjahre (Mann) bzw. 40 Versicherungsjahre (Frau) auf.

Im Jahr 2000 - also vor dem Wirksamwerden der Pensionsreform mit der Anhebung des Frühpensionsantrittsalters von 55/60 auf 56,5/61,5 Jahre
- war dieser Anteil noch bei lediglich 1,24 Prozent gelegen. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass die Hackler-Regelung mit der ab Oktober 2000 in Kraft getretenen Pensionsreform erst überhaupt zum Tragen gekommen ist.

Durch das höhere Pensionsantrittsalter hat sich natürlich auch automatisch die Zahl der Versicherungsjahre erhöht, wird von der PVA betont. Die Gesamtzahl aller "Hackler-Pensionen" bei Arbeitern und Angestellten seit 2000 beträgt damit bis Ende des Vorjahrs 18.043.

Bei den Männern ist der "Hackler-Anteil" an der Frühpension mit zuletzt 44,44 Prozent am höchsten. Die Frauen erreichten 2003 einen Anteil von 25,31 Prozent.

Die derzeitige "Hackler-Regelung" läuft 2006 aus, sie soll dann durch die geplante Schwerarbeiterregelung ersetzt werden. Dann soll aber nicht mehr die Zahl der Versicherungsjahre sondern die Belastung der Tätigkeit ausschlaggebend sein. Die Kritierien dafür müssen aber noch erarbeitet werden.
(apa/red)

30.7.2004 08:28