Donnerstag, 29. Juli 2004

Präsident greift ein: Fischer fordert von Sudan Schutz der Bevölkerung in Darfur!

  • Sudanesischen Botschafter zu "ernster Aussprache" über humanitäre Situation empfangen

Bundespräsident Heinz Fischer hat am Donnerstag den sudanesischen Botschafter Yousif Saeed zu einer "eingehenden und ernsten Aussprache" über die humanitäre Situation in der sudanesischen Region Dafur empfangen. Laut einer Aussendung zeigte sich der Bundespräsident über die berichteten Menschenrechtsverletzungen betroffen.

Fischer mahnte umgehende und verstärkte Anstrengungen seitens der sudanesischen Regierung zum Schutze der Bevölkerung vor Verfolgung durch die Milizen, erleichterten Zugang für die internationalen Hilfsorganisationen und Ermöglichung der Rückkehr der Vertriebenen ein.

Mitte Mai hatte Außenministerin Benita Ferrero-Waldner (V) einen Antrag der Grünen im Auswärtigen Rat abgelehnt, dem Botschafter des Sudan in Wien auch auf bilateraler Ebene die Forderungen des EU-Außenministerrates zur Abwendung der Flüchtlingskatastrophe im Westen des Sudan mitzuteilen. Ferrero-Waldner hatte ihre Haltung mit dem Hinweis begründet, einen Botschafter zitiere sie nur in "gravierenden Fällen". (apa/red)

29.7.2004 17:49