Mittwoch, 28. Juli 2004

Der Mann mit den vielen Namen: Zöllner lebte unter 22 verschiedenen Identitäten

  • Wegen Diebstahl und Betrug schon mehrfach verurteilt
  • Bei der Verhaftung gab er seinen echten Namen an

Wie er sich seine vielen Namen merken konnte, ist vielleicht das noch größere Rätsel. Um einen Platz im Guinness Buch der Rekorde könnte sich ein 46-jähriger Oberösterreicher allemal bewerben. Denn der Zöllner, den die Polizei in einem Zug in Basel gefasst hat, hat nicht weniger als 22 verschiedene Identitäten. Der Mann war wegen Diebstahls, Betrugs und Erschleichens von Leistungen schon mehrfach verurteilt worden.

Als deutsche Bundesgrenzschützer die Identität des aus Lindau kommenden Mannes überprüften, stellten sie fest, dass dieser in den vergangenen rund zehn Jahren unter 22 falschen Namen in Deutschland unterwegs gewesen war. Elf Mal sei er schon nach Österreich abgeschoben worden. Ein neuer Haftbefehl lag wieder vor, der Verdächtige wurde erneut festgenommen.

Den Zöllnern gegenüber hatte er diesmal übrigens seinen richtigen Namen angegeben. Er hatte weder einen Pass noch sonst irgendeinen Ausweis bei sich.

Nun wird der 46-Jährige zum zwölften Mal in die Heimat abgeschoben. Ein Sprecher des Bundesgrenzschutzes Lörrach sagte auf APA-Anfrage, der Mann stamme aus dem Bezirk Freistadt in Oberösterreich.

Nach Angaben des deutschen Bundesgrenzschutzes hielt bisher ein Spanier mit elf falschen Namen den Alias-Rekord. Dass dieser gleich um das Doppelte übertrumpft wird, konnten die Grenzer kaum glauben. (apa/red)

28.7.2004 09:43