Dienstag, 27. Juli 2004

Poker um die EU-Kommission: 22 Kommissare sind bereits vergeben!

  • Barrosos hohes Ziel: "Ich will mindestens 8 Frauen"

Der neue Chef-Europäer, José Manuel Barroso, tüftelt in Brüssel an der künftigen Kommission. Er will mindestens acht Frauen! Viel Spielraum bei der Auswahl hat er nicht. Auch wenn er beteuert, dass bisher keine Namen für seine 24 "Super-Kommissare" fixiert worden sind, haben fast alle Regierungen ihre Kandidaten offiziell oder zumindest inoffiziell benannt.

Barroso hat sich ein hohes Ziel gesetzt: "Ich will mindestens acht Frauen haben", verlangte er zuletzt im Europäischen Parlament. Scherzhaft wird er seither mit "Schürzenjäger" angesprochen. Österreich war bei der Nominierung säumig. Im Gespräch waren Außenministerin Benita Ferrero-Waldner und Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat.

Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Griechenland, Belgien, Luxemburg, Spanien, Polen, Tschechien und die meisten anderen Länder haben ihre Leute schon für prestigeträchtige Ressorts in Stellung gebracht. Das Gros der Regierungen der neuen Mitgliedsländer haben ihren Kommissaren (seit 1. Mai im Amt) versprochen, ihr Mandat bis 2009 behalten zu können.

In Dänemark und in den Niederlanden sind die Kandidaten zwar bekannt, die endgültige Wahl ist aber noch nicht getroffen. In Brüssel wünscht man sich als Nachfolger von Agrar-Kommissar Fischler den niederländischen Landwirtschaftsminister Pieter Veerman. In Schweden hält sich die Regierung bedeckt. Umwelt-Kommissarin Margot Wallström möchte gerne bleiben. (apa, red)

27.7.2004 11:34