Krankenkassen der Bauern und Gewerbe- treibenden: Heuer keine Fusion mehr?
- Vertreter: Zusammenlegung im Herbst unrealistisch
- Niedriger Beiträge sollen aber auf jeden Fall kommen
·Kassen-Fusion noch im Herbst?
Rauch-Kallat: "Bereitschaft ist jedenfalls vorhanden"
·Kassen pochen auf höhere Beiträge
Kandlhofer: "Wir können darauf nicht verzichten"
Im Gegensatz zu Gesundheitsministerin Rauch-Kallat rechnen die Vertreter der betroffenen Sozialversicherungsträger nicht mit einer Fusion der Kassen von Bauern und Gewerbetreibenden 2004. Der Generaldirektor der Kasse der gewerblichen Wirtschaft, Vlasich, meint: "Für 31. Dezember 2005 ist irgend so etwas fest geschrieben." Eine Zusammenlegung schon im Herbst sei unrealistisch.
Rauch-Kallat hatte am Montag gemeint, eine Fusion sei "sogar noch im Herbst" möglich. "Von einem Tag auf den anderen, so schnell wird es nicht gehen", ist sich Vlasich im Gespräch mit dem "Kurier" sicher.
Niedrigere Beiträge für seine Versicherten soll es aber unabhängig von der Fusion geben: "Jetzt, wo das Geld aus dem Ausgleichsfonds zurück ist, wird es Zeit, es an die Versicherten zurück zu geben."
Der Generaldirektor der Bauernkasse, Ledermüller, hat es auch nicht so eilig: "Wir halten uns an die Vorgaben von ÖVP und FPÖ. Bis Ende 2005 sollen wir die Voraussetzungen schaffen." Soll heißen: Leistungsrechte angleichen, bei den Gewerbetreibenden die Unfallversicherung integrieren, mit den Ärzten über neue Tarife verhandeln. Niemand woll verzögern, aber es sei gescheiter, zuerst die Vorbereitungsarbeiten zu leisten, so Ledermüller.
(apa)
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