Krankenkassen der Bauern und Gewerbe- treibenden: Fusion noch im Herbst?
- Rauch-Kallat: "Bereitschaft ist bei beiden vorhanden"
- Beiträge sollen auf 7,4 Prozent angeglichen werden
Nach Ansicht von Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat (ÖVP) könnte die Fusion der Krankenkassen für Bauern und Gewerbetreibende "noch im Herbst erfolgen". "Die Bereitschaft bei beiden ist jedenfalls vorhanden", so Rauch-Kallat.
Damit werde eine große gemeinsame Selbstständigenkasse geschaffen, betont Rauch-Kallat in der Montag- Ausgabe der "Tiroler Tageszeitung". Schrittweise sollen dann auch die Kassenbeiträge für die Unternehmer von neun auf 7,4 Prozent abgesenkt werden. Die Beiträge der Landwirte sind bereits von 6,5 auf das ASVG-Niveau von 7,4 Prozent angehoben worden. Eine gemeinsame Arbeitnehmerkasse - also die neun Gebietskassen zusammen mit den Beamten - hält Rauch- Kallat dagegen "für politisch nicht durchsetzbar".
Ob es im Zuge der großen Gesundheitsreform neue Selbstbehalte geben wird, konnte Rauch-Kallat noch nicht sagen, der Hauptverband müsse bis zum Herbst ein entsprechendes Modell vorlegen. Jedenfalls müsse es bei Einführung der Chipkarte und dem endgültigen Aus für die Krankenscheine einen Ersatz für die Krankenscheingebühr geben. Derzeit sei eine Chipkartengebühr von zehn Euro pro Jahr vorgesehen. Weniger als die derzeit aus der Krankenscheingebühr lukrierten 47 Millionen Euro dürften jedenfalls nicht hereinkommen.
(apa)
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