Montag, 19. Juli 2004

"Geile" Rehe gefährden Autofahrer: Wild-wechsel steigert die Unfallgefahr!

  • Im Vorjahr kam es zu 148 Wildunfällen in Österreich
  • ARBÖ-Tipps: Richtiges Verhalten beim Wildwechsel

Eine besondere Gefahr für Autofahrer sind derzeit die Rehe. Denn: Diese sind um diese Jahreszeit in der Brunft, sprich: paarungswillige Rehböcke haben nur Ricken (weibliche Rehe) im Sinn und verfolgen diese heißblütig. Riskant für den Verkehr wird es vor allem, wenn diese Jagd über ein Straßenstück führt, warnte der ARBÖ am Montag in einer Aussendung.

Laut Statistik Austria gab es im Vorjahr im 148 Wildunfälle. Dabei verunglückten insgesamt 167 Menschen.

ARBÖ-Tipps: Rasche und ruhig reagieren:
- Vor allem auf wenig befahrenen Nebenstraßen sollte man vorsichtig
fahren. Bei Übergängen zwischen Feld und Wald, in Waldbereichen
oder bei Obstgärten ist ein Wildwechsel sehr wahrscheinlich.
- Wenn Rehwild in der Dämmerung oder Nacht die Straße quert,
Abblendlicht einschalten und mehrmals kurz die Hupe betätigen.
Keine Dauerhupe. Vermeiden Sie unbedingt, das Fernlicht
einzusetzen. Das Wild wird dadurch irritiert und bleibt mitten auf
der Fahrbahn stehen.
- Das Fahrzeug nicht verreißen. Nicht versuchen, waghalsige Haken zu
schlagen.
- Sollte es trotzdem zu einem Wildunfall kommen, ist es wichtig, die
Unfallstelle abzusichern und unverzüglich die nächste Polizei- oder
Gendarmeriedienststelle zu verständigen. Bei einem Wildschaden
besteht laut Straßenverkehrsordnung Verständigungspflicht. onst
droht eine Bestrafung wegen Fahrerflucht.
- Auch die Kaskoversicherung ist von dem Vorfall sofort in Kenntnis
zu setzen. Unterbleibt die Meldung, muss die Versicherung nicht
zahlen. (apa/red)

19.7.2004 12:03