Gratisflüge in spätestens zehn Jahren: Ryanair macht den Traum zur Wirklichkeit
- Fluglinie auf der Suche alternativen Einnahmequellen
- Billigflieger-Branche rechnet mit großen Turbulenzen
In spätestens zehn Jahren sollen alle Flüge der irische Billig-Airline Ryanair gratis sein. Geld verdienen will die Fluggesellschaft mit anderen Einnahmequellen. "Unser Geld bekommen wir dann von den Hotels, denen wir Gäste bringen, den Mietwagenfirmen, den Flughafenshops und den Flughäfen, die froh sind, wenn wir sie anfliegen", sagte Ryanair-Chef Michael O'Leary in einem vorab publizierten Interview mit der Wochenzeitung "Die Zeit".
Deutsche Billigflieger wie Air Berlin, HLX und dba würden vom Markt verschwinden, sagte der Ryanair-Chef. "Unsere Konkurrenten werden die Preise erhöhen, denn alle verlieren Geld. Wir senken sie." Die andere Billig-Konkurrenz wird nach Ansicht von O'Leary verschwinden: "Sie werden alle weiter Geld verlieren. Und irgendwann sind sie weg."
In den nächsten zwei Jahren werde es "große Turbulenzen" in der Branche geben. Keine Airline könne es sich dauerhaft leisten, Verluste zu machen. Nach Meinung von O'Leary wird es in fünf Jahren in Europa nur noch vier größere Airlines geben: "Die Lufthansa-Familie, die Air-France-Familie, die British-Airways-Familie - und Ryanair." (apa/red)
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