Schloss Schönbrunn 2004 auf Rekordkurs: Jeder 2. Wien-Tourist kommt zur Gloriette
- Besucherplus von 20%: Angebot soll erweitert werden
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BILDER: Die tolle Show begeisterte im letzten Jahr
Das kaisergelbe Schloss lockt Besuchermassen an: Jeder 2. Wien-Tourist kommt nach Schönbrunn! Diese erfreuliche Bilanz inklusive 20 Prozent Plus bei den Gästezahlen präsentierten die Geschäftsführer. Das Angebot soll weiter verbessert und erweitert werden.
Die Schloss Schönbrunn Kultur- und Betriebsgesellschaft befindet sich auf Rekordkurs: Nach einem durchwachsenen Jahr 2003 wurden in den ersten sechs Monaten 2004 in Schönbrunn 20 Prozent und in der Hofburg sogar 30 Prozent mehr Gäste gezählt, freute sich Geschäftsführer Franz Sattlecker am Freitag. Gleichzeitig ärgerte er sich darüber, 2003 "zu viel" an den Finanzminister abgeführt zu haben.
Waren bis Ende Juni 2003 in Schönbrunn 565.929 Tickets verkauft worden, waren es heuer bereits 679.319. Prozentual noch besser liegt die Hofburg, die Dank des neu eingerichteten Sisi-Museums mit 238.659 Menschen einen Zuwachs von 55.353 Personen ausweist.
Ein wenig verärgert gaben sich die beiden Geschäftsführer über den "zu hohen Gewinn" des Vorjahres. Da das erste Halbjahr erstaunlich schlecht lief, hatte man die Investitionen zurückgefahren, Dank guter Folgemonate jedoch einen Rekordgewinn von 8,4 Millionen Euro erwirtschaftet. Da die Investitionen so schnell nicht wieder hochgefahren werden konnten, mussten davon nicht nur die Körperschaftssteuer, sondern auch 50 Prozent an den Besitzer, sprich: das Finanzministerium, abgeliefert werden.
"Natürlich versuchen wir den in der Bilanz ausgewiesenen Gewinn möglichst niedrig zu halten", gab Sattlecker unumwunden zu. Er halte die Regelung dennoch für absolut korrekt. Geschäftsführer Wolfgang Kippes sah die Sache etwas anders: "Wir haben zu viel abgegeben an den Eigentümer", denn er würde das Geld lieber investieren.
(apa)
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