Mittwoch, 21. Juli 2004

Zu laut! 28 % der Österreicher fühlen sich von starkem Lärm im Wohnbereich gestört!

  • Expertentipps: So schützen Sie sich vor dem Lärm
  • PLUS: Optimaler Schallschutz für das Eigenheim

Lärm ist einer der häufigsten Stressfaktoren für Menschen. Mehr als 28 Prozent der Österreicher/innen fühlen sich nach Zahlen des Umweltbundesamts in ihren Wohnungen durch Lärm gestört, davon 16 Prozent sogar stark oder sehr stark. Neben Verkehrslärm ärgert die Österreicher vor allem Lärm aus Nachbarwohnungen.

Ruhe im Wohnbereich spielt eine große Rolle, wenn es um das Wohlbefinden in den eigenen vier Wänden geht. 94 Prozent halten laut einer repräsentativen Untersuchung aus Deutschland eine gute Schall- und Geräuschisolierung für wichtig, 57 Prozent sogar für besonders wichtig. 82 Prozent der Befragten sind bereit, für besseren Schallschutz auch höhere Kosten zu akzeptieren. Diese Zahlen sind nach Ansicht von Bauexperten auch auf Österreich übertragbar. Bei richtiger Planung und professioneller Ausführung verursacht guter Schallschutz im Vergleich zu anderen Baumaßnahmen kaum Mehrkosten, ermittelte das österreichische Umweltbundesamt. Fachgerechte Planung und Beratung bieten in Österreich die Unternehmen des Baugewerbes, die sich in der Arbeitsgemeinschaft Bau Massiv zusammengeschlossen haben.

Expertentipps für Bauherr/innen
- Entscheidend ist es, den Schallschutz von Anfang an bei der
Planung einer Wohnung zu beachten und die Ausführung der Arbeiten
genau zu kontrollieren. Schon eine verschobene Dämmplatte kann
ein Haus "hellhörig" machen. Allgemein gilt: Je größer die Masse
eines Bauteils, desto besser ist daher auch der Schallschutz,
weil massive Baustoffe wie Ziegel oder Beton Schwingungen gut
dämpfen.
- Bauteile und Geschoße müssen durch konstruktive Schalldämmung mit
weichen Materialien wirksam "entkoppelt" werden, damit sich die
Schallwellen nicht ausbreiten können. Werden Baukörper (Wände,
Estrich, etc.) nicht durch entsprechende Maßnahmen und Dämmstoffe
getrennt, entstehen Körperschallbrücken, die Geräusche weiter
leiten können.
- Fenster, Türen und auch kleine Bauteile wie Lüftungen oder
Rollläden sind auf ihre Schallschutzwirkung hin zu beachten.
Wasser- und Abwasseranlagen, Energieversorgungsanlagen oder
Heizung sollten lärmarm gestaltet sein.

21.7.2004 15:10