Schnittmuster-Frau Burda: Schöpferin des
größten Modemagazin-Imperiums wird 95!
Aenne Burda wird 95
- "Alt werden ist Gottes Gunst, jung bleiben Lebenskunst"
- Sie etablierte weltweit die "Mode zum Selbermachen"
Mit Schnittmustern begann ihr Erfolg: Aenne Burda hat mit den Arbeitsanleitungen auf großen und kleinen Bögen die "Mode zum Selbermachen" etabliert. Millionen Menschen in der ganzen Welt greifen zu den von ihr entworfenen Einzelschnittmustern, um sich den Traum vom preiswerten Modeglück zu erfüllen. Mit der Mode schaffte Aenne Burda den wirtschaftlichen Durchbruch. Die gebürtige Offenburgerin schuf das größte Modezeitschriften-Imperium der Welt. Am 28. Juli wird sie 95 Jahre alt.
Ihren Geburtstag wird die rüstige Ruheständlerin wie gewohnt feiern. Vor ihrem Haus in Offenburg wird morgens die Burda-Betriebskapelle der Verlegerin ein Ständchen spielen, danach wird mit der Familie gefeiert - gemäß ihrem Lebensmotto: "Alt werden ist Gottes Gunst, jung bleiben ist Lebenskunst."
Mulitalent Burda
Aus dem täglichen Geschäft hat sich Aenne Burda weitgehend zurückgezogen. Sie widmet sich intensiv ihrem großen Hobby, der Malerei. Am Verlagsgeschehen nimmt sie aber noch immer Anteil. "Ich habe gelernt, mit jungem Herzen alt zu werden und mir die Lebensfreude zu erhalten", sagt die Mutter von drei Söhnen.
Erste Burda 1950
"Mein Ziel war es, praktische und für breite Bevölkerungskreise erschwingliche Mode zu vertreiben", sagt Aenne Burda. "burda moden" erschien erstmals 1950. Zwei Jahre später begann die Produktion der noch heute bekannten Einzelschnittmuster. Es folgten unter anderem der Saison-Modeführer "Burda-International" und das "Burda-Kochstudio" sowie in den siebziger und achtziger Jahren die Modehefte "Carina", "Anna" und "Verena". Absatz fanden auch Burdas Spezialhefte zum Stricken und Häkeln, zum Selbermachen von Puppen, zur Schulkindermode oder zum Weihnachtsbasteln.
Burda in Russland
Noch vor dem Fall der Mauer überwand die Verlegerin und Herausgeberin zahlreicher Titel den Eisernen Vorhang und brachte 1987 "burda moden" als erste westliche Zeitschrift in russischer Sprache in der damaligen Sowjetunion auf den Markt. Damit legte sie den Grundstein für die internationale Entwicklung des Burda-Konzerns.
Burda erscheint in 90 Ländern
Die seit 1986 verwitwete Verlegerin erklärte ihren Erfolg so: "Die Mode ist nicht nur eine Sprache, die man auf der ganzen Welt versteht, sie stellt auch eine Weltmacht dar." Gelesen werden die Burda-Produkte heute rund um den Globus. Das monatliche "Burda Modemagazin" erscheint in 89 Ländern und wird in 16 Sprachen übersetzt. (apa/red)
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