NEWS deckt auf:
Top-Terrorist in Österreich

Warum ein Islamist, der Kontakt zur Al-Qaida-Spitze haben soll, unbehelligt leben kann und Sozialhilfe bezieht. Österreich, ein Paradies für Terror-Schläfer?
Nachrichtendienstler und Antiterror-Ermittler weltweit kennen seinen Namen: Abdel Al Sayed Mohammed Abdel Q. alias Mohammed Abdul K. Schon zweimal wurde er von einem ägyptischen Militärgericht in Abwesenheit zum Tode verurteilt, seit mehr als zehn Jahren sind die ägyptischen Behörden hinter ihm her, bezeichnen ihn als einen der meistgesuchten Terroristen ihres Landes: Er sei Führer der Talla Al Fath, soll persönlich Terroristentrainingslager im Ausland geleitet haben, soll im Jahr 1993 sogar maßgeblich am missglückten Sprengstoffanschlag auf den damaligen ägyptischen Premierminister Atef Sedki beteiligt gewesen sein.
Von NEWS in Österreich aufgespürt. Doch bekommen haben sie Mohammed Abdul K. bis heute nicht. Nicht im Sudan, nicht im Jemen, nicht in Pakistan, nicht in Afghanistan. Und schon gar nicht in Österreich, wo Mohammed Abdul K. als staatlich unterstützter Sozialhilfeempfänger nahezu unbehelligt lebt.
NEWS hat Mohammed Abdul K. im Oktober 2001, wenige Wochen nach den verheerenden Terroranschlägen auf das World Trade Center in New York, nördlich von Wien aufgespürt und erstmals über den brisantesten Asylfall der Republik berichtet. K.s Reaktion ließ nicht lange auf sich warten: Über seinen Anwalt hat er NEWS mit drei Klagen eingedeckt. Jetzt, nach mehr als zweieinhalb Jahren der Recherche und des Prozessierens, hat NEWS vor Gericht einen großen Erfolg eingefahren. Alle Anträge und Klagen von Abdul K. gegen NEWS wurden rechtskräftig abgewiesen. Der Abweisung seines Unterlassungsantrages erwächst in wenigen Tagen Rechtskraft, die medienrechtlichen Anträge sind schon rechtskräftig vom Tisch.
Verstrickung in terroristische Aktivitäten. Der zuständige Richtersenat des Wiener Oberlandesgerichtes hat in seiner Urteilsbegründung dabei äußerst klare Worte gefunden. Zitat: Das Beweisverfahren hat nämlich (
) tatsächlich die Verstrickung des Antragstellers in terroristische Aktivitäten ergeben (
) Und weiter: Der Wahrheitsbeweis wurde also (
) auch hinsichtlich der tatsächlichen Beteiligung am Terror erbracht. Fazit: Der Autor des Berichts hat sehr umfassend recherchiert und lediglich nicht bestrittene Fakten wiedergegeben (
)
NEWS hat die geheimen Akten. Spektakulärer Effekt des Prozessmarathons: NEWS liegen heute mehrere hundert Seiten bislang unveröffentlichter Akten und Dokumente aus K.s Asylverfahren vor, die als Beweismittel beigeschafft wurden und an politischer Brisanz kaum zu überbieten sind.
Kernstück des Dossiers ist der 187 Seiten starke Bescheid des Unabhängigen Bundesasylsenates (UBAS), in dem nach mehrjähriger penibler Detailarbeit K.s Antrag auf Asyl nicht rechtskräftig abgelehnt wird. Das äußerst fundierte Dokument zeichnet dabei ein sehr düsteres Bild des strenggläubigen Moslems:
Von den Saudis nach Afghanistan und in den Sudan. K.s Story beginnt im Kairo der frühen 80er Jahre. Kurz nach der Ermordung des ägyptischen Präsidenten Anwar Sadat wird K. verhaftet, als Angeklagter Nr. 181 beschuldigt, Al-Jihad-Mitglied zu sein, und erst drei Jahre später für unschuldig befunden und wieder freigelassen. K. hatte schon damals prominente Mitangeklagte, so unter anderem Ayman Zawahiri, heute rechte Hand des Al-Qaida-Bosses Osama bin Laden.
Im Jahr 1986 verlässt K. Ägypten und geht nach Saudi-Arabien. Von dort führt ihn sein Weg nach Peshawar in Pakistan, wo er nach eigenen Angaben für einen humanitären Ableger der Muslim World League gearbeitet hat.
Die ganze Story lesen Sie im neuen NEWS
PLUS: Wie die Asylbehörde den Fall K. beurteilt
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