Mittwoch, 21. Juli 2004

Klum & Seal: Drei geheime Tage in Wien

  • Ihr stiller Auftritt bei seinem Konzert in Wien.

Flavio Briatore, der eigentliche Erzeuger, kennt weder Vater- noch Eifersuchstgefühle. Das ist auch gut so, wenn man diese Bilder sieht: Als wäre er der Vater, posiert der dunkelhäutige 1,98-Meter-Hüne, das Kind vor die überbreite Brust geschnallt, vor einem Wiener Ringstraßenhotel. In der linken Hand ist eine Windeltasche erkennbar. Die blonde Mutter schmiegt sich froh an ihren Beschützer und ergreift immer wieder dessen Hand. Eine Familie, wie man sie gerne sieht.

Heidi Klum, 31, Seal (eigentlich: Henry Samuel), 41, und Briatore-Baby Leni, 10 Wochen, sind die meistfotografierte Patchwork-Family der Welt. Vor wenigen Tagen waren sie in Wien: er in seiner Eigenschaft als Soulsänger am 15. 7. beim Jazzfest im nahen Wiesen konzertierend. Sie als Begleitung, von der keiner wissen sollte. Einzig NEWS durfte den dreitägigen Blitzbesuch begleiten und dokumentieren.

„Angenehme, ruhige Gäste.“ Keine Spur von üblen Rockermanieren, keine Topmodelallüren: Anreise per Lufthansa-Linienticket aus Frankfurt Mittwochmittag. Auf die Gesellschaft von Bodyguards verzichtete man gern. Im Taxi, nicht etwa per Limousine, erreichte man das „Hilton Plaza“, wo man in der vergleichsweise bescheidenen Corner-Suite für 530 Euro nächtigte. Hoteldirektor Hermann Krammer: „Dass Heidi Klum mitkommt, haben wir erst kurz vor Ankunft erfahren. Als Gäste waren die beiden angenehm, ruhig und umgänglicher als andere Stars.“ Die Sonderwünsche waren marginal: „Um sieben Uhr früh mussten wir Hipp-Babynahrung organisieren, die war ausgegangen.“ Ein andermal benötigte Leni Harmloses aus der Apotheke.

Strubbelmähne & Struwwelpeter. Das Sightseeing-Pflichtprogramm wurde gleich am Donnerstag absolviert: Unerkannt ließ man sich zu dritt im Fiaker durch Wien chauffieren. Vorbei an Stephansdom, Peterskirche, Burgtheater. Er im Schlabber-Sweater. Sie leger mit Strubbelmähne und Make-up-frei. Seals schützender Arm ruhte auf Heidis Schultern, Leni schlief in ihren Armen. Der Kutschenkurs endete vor dem Plaza, wo Seal sich selbst mit einem Hotdog und gezählte zwei Enthusiasten mit Autogrammen belohnte. Ein Shopping-Trip in der City rundete die Visite ab: bei Montblanc und in einer Buchhandlung, wo Klums den pädagogisch nicht unumstrittenen Kinderklassiker „Der Struwwelpeter“ erstanden.

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PLUS: Die Fotos vom geheimen Wien-Trip

21.7.2004 15:30