Mittwoch, 21. Juli 2004

NEWS deckt auf: Gabi Burgstaller für "Gusenbauer als SPÖ-Kanzlerkandidat"

  • LH-Stellvertreter Haslauer zu Salzburger Abtreibungsstreit: "Kann Koalitionsfrage werden"

In der aktuellen Ausgabe von NEWS legt sich die Salzburger Landeshauptfrau Gabi Burgstaller erstmals auf Alfred Gusenbauer als Kanzlerkandidat der SPÖ für die nächste Nationalratswahl fest. "Wenn er kandidiert hat er meine Unterstützung." Sie gehe davon aus, dass die nächste Wahl eine Richtungswahl werde, bei der der Spitzenkandidat weniger Rolle spiele. Burgstaller verweist auf "großartige Auftritte" Gusenbauers wie jenen bei der TV-Debatte mit Wolfgang Schüssel vor der letzten Wahl: "Das war perfekt. Jeder Mensch wächst mit seinen Aufgaben und Funktionen. Es ist etwas anderes, Oppositionspolitiker zu sein als auf der Regierungsbank zu sitzen."

Knapp 100 Tage nach Antritt der rot-schwarzen Salzburger Koalition werden Bruchlinien zwischen den Regierungspartnern sichtbar. Streitthemen: der Anspruch auf Kinderbetreuung, gegen den die zuständige ÖVP-Landesrätin Doraja Eberle Bedenken hat, vor allem aber die Abtreibung, die die Landeshauptfrau an öffentlichen Krankenhäusern ermöglichen will.

Eberle spricht in diesem Zusammenhang von Mord, der Landeshauptfraustellvertreter Wilfried Haslauer (ÖVP) von einem Streitthema, "das sich zur Koalitionsfrage entwickeln kann". Haslauer: "Wir stimmen keinesfalls zu. Was ist der nächste Schritt: die Euthanasie? Wir sind strikt gegen die Todesstrafe, wir sind strikt für das Leben."

Burgstaller kontert: "Rein formell kann es nicht zur Koalitionsfrage werden, weil es nicht in die Zuständigkeit unseres Koalitionspartners fällt. Davon abgesehen wäre es allerdings ein Armutszeugnis, wenn im 21. Jahrhundert eine Koalition an der Durchsetzung eines Rechts zerbricht, das es schon seit den 70er Jahren gibt."

Noch mehr Infos finden Sie in der aktuellen Ausgabe von NEWS!

21.7.2004 12:51