Widerstand gegen Grasser-Vorschlag: Läden sollen sonntags geschlossen bleiben
- WK-Präsident Leitl und Jörg Handel strikt dagegen
- NEWS: Grasser für "offene Geschäfte am Sonntag"
·NEWS: Grasser für Sonntag-Shopping
Ladenöffnungszeiten sollen liberalisiert werden
·Grasser will zwei Feiertage streichen!
Reaktionen: Nein aus allen Lagern.
·SP äzt: Will Grasser
Ostern verschieben?
Darabos: Vorschlag des Finanzminister "absurd"
·Feiertage: Europas Länder im Vergleich
GRAFIK: Österreich liegt im obersten Spitzenfeld
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Soll die Anzahl der Feiertage gekürzt werden?
·Feiertag streichen & länger arbeiten?
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Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl sieht keine Notwendigkeit für weitere gesetzliche Liberalisierungsschritte bei der Ladenöffnung. Schon derzeit könne man in Tourismusgebieten länger offen halten. Auch der Sonntag sei dort "kein Sperrtag". Eine generelle Sonntagsöffnung lehnt Leitl jedoch ab. Auch Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider sprach sich gegen eine Ladenöffnung am Sonntag aus.
"Wenn die SCS sagt, sie möchte am Sonntag offen halten, dann habe ich dafür null Verständnis", sagte Leitl. Finanzminister Karl-Heinz Grasser hatte kürzlich die generelle Freigabe der Sonntagsöffnung gefordert. Dies unterstützt Leitl nicht. Sollte es verfassungsrechtlich aber möglich sein, Familienbetrieben bei den Öffnungszeiten noch größeren Spielraum zu geben, dann "kann ich mich damit durchaus anfreunden", so Leitl. Schließlich dürfe man den Sonntag nicht generell "verteufeln", auch 20 Prozent der Arbeitnehmer müssten bereits am Sonntag arbeiten.
Grundsätzlich soll der Sonntag nach Ansicht Leitls "ein Tag der familiären und freundschaftlichen Begegnung" bleiben. Bei einer generellen Freigabe der Öffnungszeiten drohe der Sonntag nämlich zu einem "Tag der Hektik wie jede andere" zu werden.
"Offene Geschäfte am Sonntag" kommen auch für den Kärntner Landeshauptmann Haider (FPÖ) nicht in Frage. Dieses "böse Spiel" von Grasser werde Kärnten jedenfalls nicht mitmachen, es werde zu keinerlei Ausweitung der Ladenöffnungszeiten in Kärnten kommen.
Ein "Offenhalten rund um die Uhr" sei überhaupt nicht notwendig und würde nur zu Lasten der Zeit gehen, die Familien sowie Vereine für gemeinsame Aktivitäten benötigen, betonte Haider. Die Menschen bräuchten auch ein geordnetes Privatleben, sonst würden familiäre und soziale Konflikte entstehen. (apa)
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