Umstrukturierung bei HTP: Ein Fünftel der Belegschaft wird auf die Straße gesetzt
- Töfferl: Sanierungsplan sieht "schwere Einschnitte" vor
- Kunststoffhersteller will sich auf Luftfahrt spezialisieren
Die High Tech Plastic AG (HTP) wird bis Jahresende an ihrem obersteirischen Standort Fohnsdorf bis zu 20 Prozent ihrer 320 Beschäftigten entlassen. Dies teilte Siegwald Töfferl, Vorstandsvorsitzender der HTP-Gruppe, mit. Ein ausgearbeiteter Sanierungsplan sieht "schwere Einschnitte" vor.
Dazu gehören neben der Kündigung von bis zu 60 Mitarbeitern auch eine Umstrukturierung des bisher fast ausschließlich auf den Fahrzeugzuliefer-Bereich spezialisierten Werks in Richtung Luftfahrtindustrie. Bisher habe man in Fohnsdorf zu 95 Prozent für die Automobilindustrie gearbeitet, erklärte Töfferl. Dieser Anteil soll bis 2007 auf 70 Prozent zurückgefahren werden, wobei sich die restlichen 30 Prozent auf andere Branchen verteilen werden, besonders die Zukunftsbranche Flugzeugindustrie.
Der Sanierungsplan wurde im Konzern unter der Einbeziehung von externen Experten erstellt und sei notwendig, um Fohnsdorf langfristig abzusichern. Als Grund für das seit zwei Jahren mit Verlust arbeitende Fohnsdorf - der Umsatz in der Gruppe sei allerdings um 15,7 Prozent von rund 70 auf 81 Mio. Euro gestiegen - gab Töfferl die Auftragslage in der Automobilindustrie an, die den Druck nun auch ihre Zulieferfirmen spüren lasse.
Ein weiteres Problem ist es laut Töfferl auch, dass HTP als ein Zulieferer von Magna Intier zwar Rahmenverträge habe, aber die gelieferte Stückzahl nicht genau planbar sei. Man erhoffe sich jedoch durch die Umsetzung des Sanierungsplans 2005 wieder schwarze Zahlen zu schreiben. Töfferl versicherte, dass die gekündigten Mitarbeiter mittels eines Sozialplans und eventuell einer Arbeitsstiftung abgesichert würden.(apa)
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