Mittwoch, 21. Juli 2004

OMV expandiert im Osten: Öl-Konzern steigt bei rumänischer Petrom ein

  • Europäische Bank für Wiederaufbau übernimmt bis 5%
  • OMV soll in einem ersten Schritt 33 Prozent übernehmen

Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) steigt mit bis zu fünf Prozent bei der rumänischen Petrom ein. Der Vorstand der Bank habe grünes Licht für die Übernahme von bis zu fünf Prozent der Aktien an der Petrom gegeben, ein entsprechender Beschluss sei in Zeitungsberichten bestätigt worden.

Dieser Beschluss spreche dafür, dass wie vom rumänischen Wirtschaftsminister neuerlich angekündigt, die Verträge mit der OMV unterzeichnet werden, so die Zeitung weiter. Offiziell will die OMV den Einstieg bei der rumänischen Petrom seit Wochen nicht kommentieren.

Der Anteil der EBRD entspräche einem Wert von etwas mehr als 70 Mio. Euro. Damit dürften Schulden der Petrom bei der EBRD getilgt werden. Das wollte die Bank mit Sitz in London allerdings nicht bestätigen. Dort hieß es nur, dass die Privatisierung des rumänischen Mineralölkonzerns für Rumänien außerordentlich wichtig wäre und der Einstieg der OMV zu begrüßen sei, so die "Presse".

Die OMV soll in einem ersten Schritt 33 Prozent am größten Arbeitgeber Rumäniens (rund 57.000 Beschäftigte) übernehmen. Im Zuge einer Kapitalerhöhung werden die Österreicher die Mehrheit an der Petrom übernehmen. Unklar ist, zu welchem Zeitpunkt dies erfolgen soll. Die Öl- und Gasreserven der OMV werden sich mit dem Einstieg bei der Petrom mehr als verdoppeln, der Mitarbeiterstand wird sich verzehnfachen. Für die Übernahme der Mehrheit an der Petrom wird die OMV Bankenschätzungen zufolge rund 1,4 Mrd. Euro aufwenden müssen. (apa/red)

21.7.2004 10:38