Athener Olympiastraßenbahn verunglückt: Für Spiele gebaute Tram nur 1 Tag in Betrieb
- Zwei Jugendliche von Zug erfasst und leicht verletzt
- An Gratistagen von zig-tausend Menschen gestürmt
Rund 20 Stunden nach der Inbetriebnahme der Athener Olympia-Straßenbahn ist es am Dienstagmorgen mit dem neuen Verkehrsmittel zu einem leichten Unfall gekommen. Zwei junge Leute, die auf einem Motorrad die Gleise zu überqueren versuchten, wurden von einem Zug erfasst und leicht verletzt.
"Sie konnten die Geschwindigkeit der Straßenbahn nicht richtig abschätzen", sagte ein Verkehrspolizist.
Die Athener tun sich nach seinen Worten schwer mit der neuen Bahn, da sie keine Erfahrung mit Straßenbahnen haben. Vor 44 Jahren war die letzte "Tram" von Athen abgeschafft worden. Am Vortag war entlang der Strecke ein kleines Chaos ausgebrochen. Mehr als 60.000 Menschen drängten in die neue Bahn. Die Verantwortlichen waren gezwungen, den Verkehr vorübergehend einzustellen. Fahrten mit der neuen Straßenbahn waren am Montag und Dienstag gratis.
Bahn am Montag in Betrieb gegangen
Die 26 km lange Strecke stellt die Verbindung zwischen dem Zentrum Athens und den Olympia-Anlagen bei Faliron (Taekwondo, Handball, Beach-Volleyball) und Hellinikon (Baseball, Softball, Basketball-Vorrunden, Kanu-Slalom, Fechten, Segeln) her. Die klimatisierte "Tram" hat 26 Stationen und soll täglich 80.000 Passagiere befördern. Die Fahrkarte kostet 70 Cent.
(apa)
