Blütenweiße Weste: Rapid lacht von der Liga-Spitze, Austria schwach, GAK mit Mühe
- Bregenz liegt schwer angeschlagen im Liga-Keller
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·Tormaschine Rapid wälzt Wacker nieder
Glücklicher Sieg für Meister
GAK, Austria-Nullnummer
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Drei Kopftore beim 3:0-Sieg über Sturm Graz
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Grün-weiß sind die aktuellen Modefarben in der heimischen Bundesliga. Nach zwei Runden stehen die Hütteldorfer als einziges Team mit blütenweißer Weste an der Spitze. Gegen Wacker mussten die Hicke-Recken aber eine Halbzeit wacker kämpfen. Liga-Krösus Austria enttäuschte im Burgenland, Meister GAK fährt einen mühevollen ersten Sieg ein. Bregenz hängt in den Seilen und findet sich im Liga-Keller wieder.
Rapid hatte mit dem ambitionierten Aufsteiger zunächst Probleme, erst das 2:1 und die Rote Karte für den Innsbrucker Schrott jeweils kurz vor der Pause brachten die Grün-Weißen endgültig auf die Siegerstraße. "Anfangs haperte es im Spielaufbau, nach den Schlüsselszenen vor dem Seitenwechsel hatten wir aber leichtes Spiel", meinte Trainer Josef Hickersberger.
Mehr Qualität im Kader
Vor Saisonstart war die Transferpolitik von "Hicke" und dessen Sportmanager Peter Schöttel in Frage gestellt worden, nun scheinen die Kritiker eines Besseren belehrt worden zu sein. "Ich glaube, wir haben die Abgänge gut kompensiert und jetzt mehr Qualität im Kader. Vor allem im Kopfballspiel haben wir uns verstärkt, dadurch sind wir bei Standardsituationen sowohl in der Offensive als auch in der Defensive stärker und können Spiele in der Luft entscheiden", freute sich der frühere ÖFB-Teamchef. Auch die neuen tschechischen Stürmer Kincl (2 Tore) und Dosek (Torschütze in Bregenz) harmonieren besser als früher Wallner und Wagner
Im Derby am 1. August gegen die Austria darf "Hicke" wieder auf den verletzten Hofmann bauen.
Veilchen kommen mit blauem Auge davon
Während Rapid mit stolzgeschwellter Brust zum Wiener Verteilerkreis fährt, setzte es für die "Veilchen" vor dem großen Schlager einen Dämpfer. Der Vizemeister kam in Mattersburg über ein 0:0 nicht hinaus und musste dabei noch froh sein, den Platz nicht als Verlierer zu verlassen. "Wenn wir so wie heute gegen Rapid spielen, gibt's für uns nichts zu gewinnen", gab Teammanager Günter Kronsteiner zu. "Im Mittelfeld haben wir die Zweikämpfe nicht zu 100 Prozent angenommen, sind immer wieder unseren eigenen Fehlpässen nachgelaufen."
Der eklatante spielerische Rückfall seiner Elf im Vergleich zum Erstrundensieg gegen die Admira ist für den Steirer unerklärlich. "Zum Glück haben wir jetzt relativ lang Zeit, um in bessere Verfassung zu kommen. Ich glaube aber nicht, dass sich so eine Leistung wiederholt", hofft Kronsteiner, der sich mit harter Kritik nicht zurückhielt. "Das, was wir heute gespielt haben, war praktisch nichts, so darf man als Austria nicht auftreten", ärgerte sich Kronsteiner.
Grund zur Freude hatte hingegen Mattersburgs neuer Trainer Muhsin Ertugral nach dem ersten Punktgewinn der Burgenländer. "Ich bin zufrieden mit der Mannschaft, die das neue 4-4-2-System gut umgesetzt hat, trauere aber ein bisschen zwei verlorenen Zählern nach", meinte der Türke.
GAK muss hart kämpfen
Auch für Double-Gewinner GAK gab es das erste, wenn auch hart erkämpfte Saison-Erfolgserlebnis. "Es war das erwartet schwere Spiel. Gegen den Meister geben immer alle über hundert Prozent, auch die Salzburger sind überhart eingestiegen", kritisierte Trainer Walter Schachner nach dem mühevollen 1:0-Heimsieg über die Mozartstädter (Goldtorschütze Standfest traf erstmals seit dem Champions-League-Quali-Spiel gegen Tirana vor einem Jahr) die Gangart des Gegners.
Für sein Gegenüber Peter Assion waren bei der Niederlage höhere Mächte im Spiel. "Wir waren die klar bessere Mannschaft, aber das Vögelchen Glück ist eben woanders hingeflogen", erklärte der zerknirschte Deutsche.
Regi van Acker will seine Kicker "aufwecken"
Sorgen ganz anderer Art plagen die Admira trotz des ungefährdeten 3:0 vor eigenem Publikum gegen Schlusslicht Bregenz. Die Fremdenpolizei stattete den Südstädtern einen Besuch ab, weil alle Nicht-EU-Ausländer ohne Arbeitsbewilligung im Einsatz gewesen waren. Die Vorarlberger blieben von derartigen Aktionen (vorerst?) verschont, liegen jedoch als einziges punktloses Team mit dem Torverhältnis von 1:8 am Tabellenende. "Es muss in die Köpfe der Spieler rein, dass es wieder bei Null los geht und wir nicht im Herbst sind, als wir in der Tabelle als Fünfter überwintert haben", hofft Betreuer Regi van Acker auf ein baldiges "Erwachen" seiner Kicker.
(apa/red)
