Willkommen daheim: "Doppelpack-Edi" Glieder schießt Sturm Graz k.o.
- Sturm-Coach Petrovic nimmt Rot-Sünder Haas in Schutz
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Edi Glieder ist wieder zurück in der Bundesliga. Gegen seinen Lieblings-Klub Sturm hat er bei der Heimpremiere der Paschinger gleich wieder einen Doppelpack hingelegt. "Ich fühle mich einfach wohl hier" verriet Glieder strahlend sein einfaches Erfolgsrezept.
Im Waldstadion kamen auch wieder die Flanken-Bälle, die der Strafraumstürmer braucht und bei seinen seltenen Einsätzen für die Königsblauen vermisst hatte. Patrik Jezek glänzte als dreifacher Vorlagen-Geber und das Sturm-Duo Glieder und Christian Mayrleb (steuerte ebenfalls per Kopf das dritte Tor bei) bedankte sich. "Gegen Sturm habe ich schon öfter zwei Mal in einem Spiel getroffen und es freut mich natürlich sehr, die Serie fortsetzen zu können. Für mich ist es immer wichtig, dass die Flanke kommt und passt, und das hat heute sehr gut geklappt", war Paschings Torgarant erleichtert. Sturm hingegen wird beim Namen Edi Glieder erzittern, bereits zum vierten Mal traf er seit November 2002 im Doppelpack gegen die Grazer.
Die "glorreichen Sieben" schlagen Sturm
Dabei war "Edigoal" zum Auftakt in Salzburg gar nicht in der Startformation gestanden, daheim aber durfte die Nummer 9 des FC Superfund von Beginn an ran. Die beiden Treffer - Marke Edi Glieder - gaben Trainer Georg Zellhofer recht. Der jüngste Trainer der Bundesliga (wird am 25. August 44 Jahre) wollte nach dem Spiel jedoch nichts vom Aufblühen einer "Rentner-Gang" hören: "Es gibt nicht alt und jung, sondern nur gut und schlecht". Mit Josef Schicklgruber (feierte am Mittwoch seinen 37. Geburtstag), Tolunay Kafkas (36), Glieder, Michael Baur (beide 35), Roland Kirchler, Thomas Flögel (beide 33) und Mayrleb (32) waren gleich sieben Mann der Anfangself bereits deutlich über 30.
Mit den glorreichen Sieben übernahmen die Oberösterreicher vor den Mittwoch-Spielen der 2. Runde der T Mobile-Bundesliga die Tabellenführung und präsentierten sich bei der Heimpremiere als Mitfavorit im Titelkampf. "Mit dem heutigen Spiel bin ich auf alle Fälle zufrieden. In der ersten Halbzeit hatten wir leichte Probleme in das Spiel zu finden. Nach der Pause haben wir dann aggressiver gespielt, die Mannschaft wurde aktiver und beweglicher. Ich denke, wir haben in jedem Fall verdient gewonnen", freute sich Zellhofer über die drei Punkte.
Petrovic nimmt Rotsünder Haas in Schutz: "Kein Kontakt"
Sturm-Coach Michael Petrovic hingegen verlor nicht nur die Partie sondern auch Kapitän Mario Haas, der nach Brutalo-Attacke die Rote Karte sah. "Pasching ist eine sehr gute Mannschaft und hat die Chancen besser verwertet. Spielerisch waren wir nicht so schlecht, aber leider haben wir keine Tore gemacht." Womit er alle überraschte war sein Statement, dass die Attacke von Haas an Sariyar kein Rotfoul gewesen sei. "Ich habe 20 Jahre Fußball gespielt, ich weiß was ich sage. Es hat keinen Kontakt gegeben", beharrte Petrovic.
(apa/red)
