Nach Sieg im Heimrennen: Schumi trennen
nur noch zwei Siege vom siebten WM-Titel
- Schon Ende August könnte Entscheidung gefallen sein
- PLUS: Die besten BILDER vom Hockenheimring!
·F1: Schumi mit 11. Sieg im 12. Rennen!
Klien 10., Räikkönen crasht
- DIE BESTEN BILDER!!!
·Endstand in der Formel 1-WM 2004
Endergebnis bei Fahrern und den Konstrukteuren!
·Ihre Meinung: Formel-1-Diskussion
Wird es in der nächsten Saison spannender?
·Fahrerkarussel be- ginnt sich zu drehen
Trulli verlässt Renault, Webber fix zu Williams?
·Ralf will rasch in den F1-Zirkus zurück
Deutscher hält an Termin Ungarn-Grand Prix fest
·BAR & Honda bis 2007 gemeinsam
WM-Titel in den nächsten drei Jahren als Top-Ziel
·Ferrari plant schon für WM-Titel 2005!
"Schlafen nicht & arbeiten, denn wir lieben Siege"
81. Grand-Prix-Sieg der Karriere, elfter Erfolg im zwölften Rennen der WM 2004, sechster Triumph in Serie - Michael Schumacher und Ferrari sind in der Formel 1 weiterhin eine Klasse für sich. Der Deutsche siegte am Sonntag zum dritten Mal nach 1995 und 2002 auf dem Hockenheimring und sprintet dem siebenten WM-Titel seiner Laufbahn weiterhin im Rekordtempo entgegen. Nur noch zwei Siege trennen den Deutschen von diesem Ziel.
Schumacher könnte bereits Ende August Weltmeister sein. Sollte der Deutsche nach der Sommerpause die Rennen in Ungarn (15. August) und Belgien (28. August) für sich entscheiden, wäre ihm der Titel nicht mehr zu entreißen. "Das war eines der schönsten Wochenenden überhaupt. Bei so einer tollen Atmosphäre zu gewinnen, ist sensationell", jubelte "Schumi".
Der 35-Jährige hat den von ihm seit 2002 gehaltenen Rekord an Saisonsiegen (11) eingestellt, gleichzeitig blieb "Mr. Zuverlässig" zum 50. Mal in Serie von einem technischen Defekt verschont.
Jenson Button überrascht
Den Kampf um Platz zwei hinter Schumacher entschied der starke britische BAR-Pilot Jenson Button, der nach einem Motorwechsel nur als 13. gestartet war, vor dem Spanier Fernando Alonso (Renault) für sich. Christian Klien fuhr einen der besten Grand-Prix bisher und holte als Zehnter den dritten Top-10-Platz seiner Karriere, sein australischer Jaguar-Teamkollege Mark Webber holte als Sechster drei WM-Punkte.
101.000 Zuschauer, der Großteil in Ferrari-Rot gehüllt, erlebten einen turbulenten Start. Zunächst führte ein technischer Defekt am Toyota von Olivier Panis (FRA) zu einem Startabbruch, aber auch im zweiten Versuch behielt "Schumi" (61. Pole Position seiner Karriere und zum 100. Mal aus der ersten Reihe) die Nerven - der Deutsche verteidigte Platz eins. Großer Verlierer des Starts war Juan Pablo Montoya im Williams-BMW, der Hockenheim-Sieger 2003 wurde vom zweiten auf den siebenten Rang durchgereiht.
Barrichello fährt auf Räikkönen auf
Den ersten Crash des Rennens verschuldete bereits nach wenigen Metern Schumacher-Teamkollege Rubens Barrichello, der Coulthard ins Heck krachte, den Frontflügel verlor, an die Box musste und so ans Ende des Feldes rutschte. Als erster Schumacher-Verfolger etablierte sich Kimi Räikkönen, allerdings nur bis zur 13. Runde. Ein schrecklicher Defekt am neuen MP4-19B von McLaren, dessen Heckflügel abriss, verursachte das Out des Finnen: Räikkönen krachte gegen einen Reifenstapel, kletterte jedoch unverletzt aus dem Boliden.
"Es ist schade. Ich weiß nicht genau, was passiert ist. Wir hatten den Speed, um zu gewinnen", trauerte der Skandinavier der großen Chance nach. Damit war nach Montoya und Barrichello, der dann auf der Schlussgerade mit einem Reifenschaden stehen blieb und erstmals in der WM 2004 ohne Punkt blieb, der nächste Konkurrent von Schumacher "entschärft", fortan ging es lediglich noch um Rang zwei hinter dem bald siebenfachen Weltmeister. Es entwickelte sich ein teilweise packender Dreikampf zwischen Alonso, Button und David Coulthard im zweiten McLaren-Mercedes, in dem der britische BAR-Pilot die Oberhand behielt. Button versuchte noch einmal Druck auf Schumacher auszuüben, der Deutsche kam jedoch mit sicheren 8,3 Sekunden Vorsprung ins Ziel.
Klien wieder gut, dennoch keine Punkte
Ein gutes Rennen fuhr auch der Vorarlberger Christian Klien, der zum dritten Mal nach Kanada (Neunter) und Malaysia (Zehnter) in den Top-Ten landete. Der "Rookie" aus Hohenems, der vom zwölften Startplatz aus ins Rennen gegangen war, fuhr mutiger als sonst, legte einen guten Start hin (von 12 auf 10) und fightete über weite Strecken des Rennens ambitioniert mit Ferrari-Pilot Barrichello.
"Das ganze Wochenende hat gut zusammengepasst, ich konnte fast das gesamte Rennen mit der Konkurrenz mitfighten. Wenn man mit arrivierten Leuten mitkämpfen kann, gibt das Selbstvertrauen", lautete das Resümee von Klien, der um 20 Sekunden seinen ersten WM-Punkt verpasste.
GP von Deutschland - Ergebnis:
| 1. | Michael Schumacher | Ferrari | 1:23:54,848 |
| 2. | Jenson Button | BAR-Honda | +8,388 |
| 3. | Fernando Alonso | Renault | +16,351 |
| 4. | David Coulthard | McLaren-Mercedes | +19,231 |
| 5. | Juan Pablo Montoya | Williams-BMW | +23,055 |
| 6. | Mark Webber | Jaguar-Cosworth | +41,108 |
| 7. | Antonio Pizzonia | Williams-BMW | +41,956 |
| 8. | Takuma Sato | BAR-Honda | +46,842 |
| 9. | Giancarlo Fisichella | Sauber-Petronas | +1:07,102 |
| 10. | Christian Klien | Jaguar-Cosworth | +1:08,578 |
| 11. | Jarno Trulli | Renault | +1:10,258 |
| 12. | Rubens Barrichello | Ferrari | +1:13,252 |
| 13. | Felipe Massa | Sauber-Petronas | +1 Runde |
| 14. | Olivier Panis | Toyota | +1 Runde |
| 15. | Giorgio Pantano | Jordan-Ford | +3 Runden |
| 16. | Zsolt Baumgartner | Minardi-Cosworth | +4 Runden |
| 17. | Gianmaria Bruni | Minardi-Cosworth | +4 Runden |
Ausgeschieden:
(apa/red)
