Freitag, 23. Juli 2004

Skifahren im Hochsommer: ÖSV-Teams heben geschlossen nach Neuseeland ab

  • Schneemangel in Chile zwang Herren zu Planänderung
  • Macht "Steff" weiter? Entscheidung steht weiter aus

Bei uns herrschen tropische Temperaturen, wer denkt da ans Skifahren? Das ÖDV-Team natürlich. Sämtliche Damen und Herren-Mannschaften reisen zwischen 29. Juli und 8. August zum Training nach Neuseeland. Die Herren hatten ursprünglich Chile als Domizil geplant, Schneemangel trieb aber auch Maier und Co. in den Südpazifik.

Bei den Herren kam es nur eine Woche vor dem ersten Flugtermin zu einer Planänderung. Ursprünglich hätten die WC4 und die Abfahrer ihre Zelte im chilenischen Portillo aufschlagen sollen, auf Grund des Schneemangels und der unsicheren (Warm)Wetterlage in Südamerika haben Giger und Co. aber nun unter großen organisatorischem Aufwand umdisponiert.

"Wir waren sehr nachaktiv, denn plötzlich musste das Neuseeland-Kontingent von 30 auf 75 Mann aufgestockt werden, zusätzliche Flüge und Hotels gebucht werden", berichtete Giger. Bei den Damen, die derzeit in Zermatt ihr erstes echtes Schneetraining absolvieren, war hingegen Neuseeland von Beginn an das erklärte Reiseziel gewesen.

Hängt "Steff" noch eine Saison an?
Die Entscheidung über die Fortsetzung der Karriere von Stephan Eberharter steht weiterhin aus, derzeit gibt sich der Tiroler die Tour de France live vor Ort. Der Zillertaler, der im Rahmen seines Frankreich-Ausfluges auch Alpe d'Huez mit dem Rad bezwungen hatte, hat die Gerüchte, wonach er ein hoch dotiertes Angebot von Rossignol habe, ins Reich der Gerüchte verwiesen. Eberharter habe in Frankreich keinen Kontakt mit der französischen Skifirma gehabt, versicherte der Tiroler am Rande der Tour.

Ob es im Ski-Weltcup weiter geht, weiß Eberharter noch nicht. "Aber zumindest habe ich gesehen, dass da noch Kampfgeist ist", spielte der Zillertaler auf die anstrengende Fahrt in den Alpen an. (apa/red)

23.7.2004 11:57