Rekordverdächtiger Rainer Schüttler: 10 Matchbälle abgewehrt und noch gewonnen
- Weltrekordmarke damit nur ganz knapp verpasst
- 3.500 Zuschauer bei der 1. Night-Session des Turniers
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Erste Night Session in der Geschichte der Generali Open in Kitzbühel. Und die 3.500 bekamen gleich einiges geboten. Rainer Schüttler, deutsche Nummer 1 des Turniers, wehrte gegen Andreas Seppi 10 Matchbälle ab, ehe er als 3:6, 7:6, 6:0-Sieger den Center Court verlassen konnte. Den Weltrekord verpasste Schüttler damit nur hauchdünn: Adriano Panatta wehrte 1976 in Rom gegen den Australier Ken Warwick elf Matchbälle ab und siegte noch.
Bei der ersten Night Session der Turniergeschichte erlebten die 3.500 Zuschauer im Casino-Stadion einen wahren Tennis-Krimi, der Ende des zweiten Satzes an Dramatik nichts zu wünschen übrig ließ. Zuerst wehrte Schüttler bei 4:5 und 5:6 je zwei Matchbälle ab, und im Tiebreak ging es in dieser Tonart munter weiter. In dieser Phase ließ der baumlange Südtiroler, der dank einer Wild Card einen Startplatz erhalten hatte, sechs weitere Matchbälle (zwei bei eigenem Aufschlag) ungenützt.
"Ich habe bei diesen big points mehr riskiert", resümierte Schüttler, nachdem er diese entscheidenden Momente dank Routine und Nervenstärke erfolgreich gemeistert und damit seinen 20-jährigen Gegner mental gebrochen hatte. Der dritte Set war dann für den vierfachen Sieger von ATP-Turnieren nur mehr Formsache und ging nach 28 Minuten (Gesamtspielzeit 2:15 Stunden) ohne Gameverlust an den 28-jährigen Deutschen, der vor kurzem zum Spielervertreter der ATP gewählt wurde.
(apa/red)
