Mittwoch, 21. Juli 2004

Angst vor Terror bei der Olympiade: USA schicken 400 Spezialisten nach Athen!

  • Auch Briten und Israel bewachen ihre Olympia-Teams!
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Angst vor Terror und Geiselnahmen bei der Olympiade in Athen! Um Spieler, Betreuer, Funktionäre, Promigäste und Politiker zu schützen, schicken einige Länder ihre eigenen Anti-Terror-Mannen nach Griechenland. Aus Amerika reisen 400 Spezialisten an! Zähneknirschend musste Griechenland auch Großbritannien und Israel die Entsendung ihrer eigenen Sicherheitskräfte erlauben. Griechenlands Minister für Öffentliche Ordnung dementiert.

Laut eines Berichts der US-Zeitung "New York Times" gab die griechische Regierung entsprechendem Druck aus Washington nach. Wie die Zeitung unter Berufung auf griechische und US-Regierungsvertreter berichtete, sollen zudem 400 US-Soldaten während der Olympischen Spiele vor Ort sein, um US-Staatsbürger zu schützen und gegebenenfalls zu evakuieren. Ein in dem Bericht zitierter NATO-Vertreter sagte, die Soldaten sollten unter NATO-Verantwortung stehen. Das Verteidigungsbündnis habe dem nach einigem Zögern zugestimmt.

Minister für Öffentliche Ordnung dementiert
Der griechische Regierungssprecher Evangelos Antonaros wollte sich zu dem Zeitungsbericht zunächst nicht äußern. Der Minister für öffentliche Ordnung Georgios Voulgarakis dementierte den Bericht. "Es ist mir unmöglich, die vielen widersprüchlichen Meldungen zu verfolgen". Und: "Ich wiederhole noch ein Mal: Verantwortlich für die Olympia- Sicherheit wird ausschließlich die griechische Polizei sein."

Die griechische Regierung hatte die Stationierung ausländischer Sicherheitskräfte bislang strikt abgelehnt und betont, die Sportveranstaltung werde allein von griechischen Sicherheitskräften bewacht. Auch Spanien und Deutschland hatten eigene Sicherheitskräfte nach Athen schicken wollen, schließlich aber darauf verzichtet.

Griechenland will US-Präsenz verhindern
Die Sicherheit ist ein heißes Thema zwischen den Regierungen in Athen und Washington. In Griechenland wird der US-Administration "Terrorhysterie" vorgeworfen, Präsident Bush wolle vor der Präsidialwahl im November Zwischenfälle in Athen unter allen Umständen vermeiden. Die griechische Regierung möchte verhindern, dass durch "sichtbare" Präsenz von US-Soldaten während der Spiele der Antiamerikanismus im Land noch geschürt wird. Schon jetzt ist die Sorge im Athener Organisationskomitees (ATHOC) groß, das US-Team könnte bei der Eröffnungsveranstaltung am 13. August ausgepfiffen werden.
(apa/red)

21.7.2004 11:25