Rad-Zeitfahr-Weltmeister David Millar bei WM-Triumph 2003 gedopt
- Positiver EPO-Test bei Belgier Bruylandts
Rad-Zeitfahr-Weltmeister David Millar hat zugegeben, auch bei seinem Titelgewinn im vergangenen Jahr in Hamilton gedopt gewesen zu sein. Dem Schotten droht die Aberkennung des WM-Titels. Er hatte bereits im Juni bei Ermittlungen gegen seinen Cofidis-Rennstall die Einnahme des Blutdopingmittels EPO eingestanden.
"Ich habe davon geträumt, Weltmeister zu werden. Das habe ich auch erreicht, aber ich habe betrogen", soll der 27-Jährige in einem neuerlichen Polizeiverhör erklärt haben, berichtet die französische Sportzeitung "L'Equipe". Er habe sogar die leeren Ampullen aufbewahrt, um sich daran zu erinnern, was er getan hatte. "Ich war nicht stolz gedopt zu haben. Ich war nicht glücklich damit. Ich wurde zum Gefangenen meiner selbst", wird Millar zitiert.
Positiver EPO-Test bei Belgier Bruylandts
Der Belgier Dave Bruylandts hat einen positiven Dopingtest bestätigt. Der Kapitän der Chocolat-Jacques-Mannschaft gab in Brüssel bekannt, dass ihm am 9. April beim GP Cerami EPO-Missbrauch nachgewiesen worden war. Er bestritt, das Blutdopingmittel wissentlich angewandt zu haben. Gegen ihn war vor vier Jahren wegen eines erhöhten Hämatokritwertes eine zweiwöchige Schutzsperre verhängt worden.
(apa)
