Kein Österreicher mehr in Kitz dabei: Koubek und Melzer ausgeschieden
- Koubek fightet gegen Lopez toll, verliert aber 6:3, 3:6, 4:6
- Melzer geht gegen Nodody Vassallo mit 4:6, 2:6 unter
·Kitz: Koubek siegt, Eschauer verliert
Koubek in weniger als 1 Stunde, Eschauer stark
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Koubek fightet gegen Feliciano Lopez toll, muss sich erst im dritten Satz geschlagen geben. Weniger gut schlägt sich Jürgen Melzer, der in Kitz wieder kein Match gewonnen hat. In der ersten hatte er als Gesetzter ein Freilos, im ersten Match war gegen den Italiener Vassallo Endstation. "Jedes Jahr derselbe Sch....", war der Deutsch-Wagramer nach seiner schwachen Leistung sichtlich frustriert.
Koubek begann toll, lag im ersten Satz bald 5:1 vorne, gewann den ersten Durchgang dann 6:3. Im zweiten kam Lopez dann auf und holt sich Satz zwei mit demselben Ergebnis. Die Schlüsselszene dann zu Beginn des entscheidenden dritten Satzes: Koubek verliert sein Aufschlag-Spiel zum 0:1 das er nie mehr aufholt. Im letzten Game hat er zwar schon Break-Chancen, Lopez, der vor allem sehr stark servierte, behält aber die Oberhand.
Zwei Breaks reichen dem Spanier letztlich. "Ich war über das ganze Match der bessere Spieler, aber in diesen zwei Games war er besser", bilanzierte der Österreicher, der damit heuer an seine früheren Kitzbühel-Erfolge (Halbfinale 1999, Viertelfinale 1997 und 2001) nicht anschließen konnte.
Damit ist schon nach der zweiten Runde kein Österreicher im Bewerb, denn auch Melzer musste die Segel streichen.
Melzer: "Jedes Jahr derselbe Sch...."
Obwohl sich Melzer heuer so lange wie noch nie auf Kitzbühel vorbereitet und gut trainiert hatte, fand er sich wieder nicht mit der Höhenlage dieses Turniers zurecht. Ein Aufschlagverlust zum 4:5 bedeutete den Verlust des ersten Satzes und im zweiten war die Niederlage nach einem 0:4 Rückstand und sichtlicher Resignation vorzeitig besiegelt.
Bereits nach dem ersten Set waren wieder die Gedanken im Kopf aufgetaucht, dass ihm die Verhältnisse in Kitzbühel einfach nicht liegen und ohne Selbstvertrauen schlitterte der Niederösterreicher dann in diese Pleite. Gegen einen Mann, der im Entry-Ranking nur an 141. Stelle zu finden ist und zuvor auf der ATP-Tour nur ein einziges Match gewonnen hatte. Vassalo gelang dabei der Ball des Tages, als er nach einem Melzer-Lob im Zurücklaufen mit einem spektakulären Passierschlag durch die Beine punktete.
"Jedes Jahr derselbe Sch... . Nichts hat funktioniert. Und wenn man 700.000 Fehler macht, dann wird es eben schwierig", ärgerte sich der Deutsch Wagramer, dessen enttäuschende Darbietung von den Zuschauern mit Pfiffen quittiert wurde. Obwohl der ÖTV-Daviscupper dafür kein Verständnis hat ("Durch Pfiffe wird nichts besser, in den USA oder anderen Ländern gibt es sowas nicht"), entschuldigte er sich bei den Tennisfans: "Es tut mir leid für sie, dass es nicht so gelaufen ist, wie es viele erhofft haben."
Eine der Konsequenzen könnte sein, in Kitzbühel in Zukunft nicht mehr anzutreten. Doch ähnliche Andeutungen machte er ja schon im Vorjahr, um dann doch wieder dabei zu sein. Melzer: "Das muss man genau überlegen. Schließlich ist das ein Turnier in Österreich und es wäre schade, wenn man da nicht antritt."
Paris-Sieger Gaudio ohne Probleme weiter
Keine Probleme hatte bei seinem ersten Auftritt French Open-Sieger Gaston Gaudio. Der hinter Rainer Schüttler als Nummer zwei gesetzte Argentinier, der nun 16 seiner letzten 18 Matches gewonnen und nur die Finali in Baastad und Stuttgart verloren hat, fertigte trotz einer gewissen Müdigkeit den tschechischen Qualifikanten Ivo Minar mit 6:4,6:1 ab. Aus Sicht des Fußballfans und Independiente-Anhängers hat sich seit Paris "nicht viel verändert", sieht man von mehr Terminen für Fotos, Interviews etc. ab.
(apa/red)
