Sonntag, 25. Juli 2004

Serie von Gewalttaten im Nordirak: Fünf Todesopfer bei Anschlägen auf Kurden

  • Bombenanschlag auf US-Konvoi: Ein GI getötet

Eine Serie von Gewalttaten hat in der Nacht auf Sonntag in der nordirakischen Stadt Kirkuk mindestens fünf Menschen das Leben gekostet. Wie die Polizei mitteilte, eröffneten Bewaffnete das Feuer auf das Haus einer kurdischen Familie in einem hauptsächlich von Arabern bewohnten Viertel im Süden der Stadt. Eine Frau und zwei ihrer Söhne wurden getötet, eine Tochter verletzt.

An anderer Stelle wurde ein Polizist aus einem vorbeifahrenden Wagen heraus erschossen. Bei dem fünften Opfer handelte es sich um einen Milizionär der Patriotischen Union Kurdistans (PUK) von Jalal Talabani. Er wurde am Samstagabend auf dem Heimweg erschossen.

Polizeisprecher Sarhad Kadir erklärte, die Anschläge seien vermutlich koordiniert worden von einer "Bande von Kriminellen, die mit dem alten Regime zu tun haben". Deren Ziel sei, Spannungen zwischen Arabern und Kurden zu schüren.

Bei einem Bombenanschlag auf seinen Konvoi ist im Irak ein US- Soldat getötet worden. Wie ein US-Militärsprecher am Sonntag in Bagdad mitteilte, fuhr der Konvoi am Samstag auf der Straße nahe der Ölraffinerie von Baiji, 200 Kilometer nördlich von Bagdad, als der Sprengsatz explodierte. Ein weiterer Soldat sei verwundet worden. Ein Verdächtiger wurde demnach im Zusammenhang mit dem Anschlag festgenommen.

(apa)

25.7.2004 11:47