Vor Demokraten-Parteitag: Kerry in Umfragen knapp vor Präsident Bush!
- Kippt die Stimmung ins Lager der Herausforderer?
- Vize-Kandidat Edwards als Pluspunkt für Kerry
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Er hatte Dokumente aus Nationalarchiv gestohlen
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Standpunkte und politische
Ziele von Demokrat Kerry
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Jung-Senator könnte ins Weiße Haus ziehen!
Unmittelbar vor dem Parteitag der Demokraten, auf dem John F. Kerry zum Kandidaten für die US-Präsidentenwahl im November gekürt wird, liegt der Herausforderer von US-Präsident Bush in mehreren Umfragen knapp voran. Der Vorsprung ist zwar jeweils hauchdünn, dennoch deutet vieles darauf hin, dass die Stimmung ins Lager der Demokraten kippt.
Der Vorsprung ist statistisch gesehen eigentlich zu klein um relevant zu sein. Doch nicht nur in einer einzigen Umfrage, sondern gleich in mehreren liegt Kerry ganz knapp vor Bush. Dadurch werde die statistische Unschärfe wieder aufgehoben, meinen Analysten und sehen vor dem offiziellen Beginn der demokratischen Convention am Montag in Boston einen kleinen Vorteil bei Kerry, den dieser während der vier Tage zu einem größeren Vorsprung ausbauen könne.
Laut der jüngsten Umfrage der "Los Angeles Times" liegt Kerry in der Wählergunst mit 46 Prozent knapp vor Bush mit 44 Prozent. Auch das Nachrichtenmagazin "Time" ermittelte einen Vorsprung des Herausforderers, der demnach mit 48 Prozent vor Bush mit 44 Prozent liegt. Auch wenn die Fehlerquote dieser Umfrage vier Prozentpunkte beträgt - Kerry ist um eine Nasenlänge voran, eine gute Ausgangsposition.
Derzeit deutet viel darauf hin dass die Stimmung ins Lager der Demokraten kippt. Mehr als 50 Prozent der Wähler sagen bereits, die USA seien auf einem falschen Weg. Der Krieg im Irak bringt immer neue Bilder von Anschlägen auf amerikanische Soldaten, Geiselnahmen und Enthauptungen in die US-Nachrichten. Die mögliche Perspektive eines Krieges gegen den Iran wegen angeblicher Unterstützung der El Kaida beunruhigt viele Bürger, die schon jetzt täglich Meldungen wegen der Überlastung der US-Truppen hören.
Die Wahl von John Edwards als Vizepräsidentschaftskandidaten hat den trocken und steif wirkenden Kerry aufgelockert und mehr Stimmung in den Wahlkampf gebracht. Edwards schwimmt auf einer Sympathiewelle: Wer kann schon etwas gegen einen Sonny-Boy einwenden, der mit dem Spruch "Morgen wird ein besserer Tag als heute" und einer positiven Kampagne die Wahler gewinnen will?
(apa/red)
