Samstag, 24. Juli 2004

Chaotische Jagd auf Killer in Rom: Polizistenmörder schoss sich den Weg frei

  • "Einsamer Wolf" konnte trotz Großeinsatz entkommen
  • Polizei ruft Bevölkerung zur Mithilfe auf

In Rom ist es am Samstagvormittag zu einer chaotischen Jagd nach einem Schwerverbrecher in der U-Bahn und in den Straßen der Innenstadt gekommen. Der Kriminelle, der angeblich vor zwei Tagen einen Polizeibeamten bei einer Kontrolle in der norditalienischen Stadt Pesaro kaltblütig erschossen hat, wurde von einigen Polizisten unweit des Bahnhofs Termini erkannt, berichteten italienische Medien. Als die Polizisten ihn aufzuhalten versuchten, eröffnete er das Feuer und floh in die U-Bahn.

Auf dem Bahnhofplatz kam es zu einem Chaos. Die Polizei riegelte das Gelände ab, die U-Bahnlinie A wurde lahm gelegt. Die Polizei schloss nicht aus, dass der bewaffnete Mann, der unter dem Spitznamen "Einsamer Wolf" bekannt ist, die U-Bahn bereits verlassen und einen Autofahrer aufgehalten hat, um aus der Stadt zu flüchten.

Die Polizei rief die Römer auf, mit den Behörden bei der Suche nach dem 47 Jahre alten Kriminellen zusammen zu arbeiten. Der Mann sei an einem Handverband zu erkennen, hieß es. Der bewaffnete Mann hatte sich bei der Schießerei mit dem Polizisten unweit von Pesaro verletzt, den er niedergeschossen hatte, nachdem dieser von ihm die Dokumente für eine Kontrolle verlangt hatte. Das Begräbnis des Polizisten fand am Samstagvormittag statt.

(apa/red)

24.7.2004 13:52