Neues Video zu 9/11: Entführer lösten Alarm aus und durften trotzdem fliegen!
- BILDER: Die Terroristen beim Sicherheitscheck
- Heute legt Untersuchungskommission 9/11-Bericht vor
·BILDER: Terroristen im Sicherheitscheck
Attentäter lösten Alarm aus & durften trotzdem fliegen
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9/11-Terror hätte mehrfach
verhindert werden können
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Die Terroranschläge 11. September 2001 hätten verhindert werden können! Zwar mit einer Portion Glück, doch es sind auch einige Fehler passiert. Für Aufregung sorgt insbesondere ein Überwachungsvideo, das zeigt, dass die Terroristen beim Sicherheitscheck sehr wohl aufgefallen sind - sogar ihr Handgepäck wurde untersucht. Trotzdem durften sie in das Flugzeug steigen! Das Video tauchte auf bevor die Untersuchungskommission zu 9/11 in den USA ihren (ab 17.20 Uhr MESZ) ihren Abschlussbericht vorlegt. Unter anderem wirft der Bericht den Regierungen unter George W. Bush aber auch Bill Clinton vor, sie hätten die Bedrohung durch Al Kaida erkennen müssen.
Vier von fünf Flugzeugentführern vom 11. September 2001 haben beim Durchgang durch die Sicherheitsschleusen am Flughafen in Washington zunächst Alarm ausgelöst. Wie auf einem Überwachungsvideo zu sehen ist, das der US-Nachrichtensender CNN und der TV-Sender ABC am späten Mittwochabend ausstrahlten, wurden sie daraufhin genau mit Handmetalldetektoren auf verdächtige Gegenstände überprüft. In mindestens einem Fall sei auch das Handgepäck durchsucht worden.
Schließlich durften die Männer die Maschine der American Airlines nach Los Angeles besteigen. Minuten nach dem Start brachten sie das Flugzeug in ihre Gewalt und flogen es in das Gebäude des US-Verteidigungsministeriums. An Bord der Maschine starben 64 Menschen. Im Pentagon kamen 125 Menschen ums Leben.
Die Flugzeugentführer vom 11. September 2001 haben sich der zuständigen Untersuchungskommission zufolge über längere Zeit hinweg "schwere institutionelle Schwächen" innerhalb der Regierung zu Nutze gemacht. Wie am Mittwoch aus Regierungskreisen in Washington verlautete, werden Präsident George W. Bush oder sein Vorgänger Bill Clinton im Abschlussbericht der Kommission aber nicht direkt verantwortlich gemacht. Vielmehr hätten beide die Terrorbedrohung ernst genommen.
Laut der Untersuchung, die am Donnerstag veröffentlicht werden sollte, gingen die Entführer geduldig und entschlossen vor und nutzten unter anderem Schwächen bei Flug- und Grenzkontrollen aus. Sie hätten auch Testflüge unternommen, um zu sehen, wann genau die Türen zum Cockpit nicht verschlossen gewesen seien.
In ihrem 575 Seiten starken Abschlussbericht wirft die so genannte 9/11-Kommission dem Vernehmen nach Geheimdiensten und Regierung schwer wiegende Fehler vor, die die Entführungen von Passagiermaschinen erst möglich gemacht haben sollen. Die brisante Schlussfolgerung, dass die Anschläge hätten verhindert werden können, zieht die unabhängige Kommission jedoch nicht, wie eingeweihte Abgeordnete berichteten.
Am heutigen Donnerstag wird die Untersuchungskommission des US-Kongresses die Ergebnisse ihrer eineinhalbjährigen Ermittlungen vorlegen. Viele Einzelheiten des fast 600 Seiten umfassenden Reports, der auch im Internet zu lesen sein wird, sind in den vergangenen Wochen und Monaten bereits publik geworden.
So enthält der Bericht massive Kritik am Geheimdienst CIA und dem Bundeskriminalamt FBI, denen schwere Fehler im Vorfeld der Anschläge vorgeworfen werden. Aber auch der Regierung des republikanischen Präsidenten George W. Bush und in geringerem Umfang der seines demokratischen Vorgängers Bill Clinton werden Versäumnisse angelastet. So heißt es zu Bush, er habe sich zu stark auf den Irak konzentriert und dabei die Terrorabwehr vernachlässigt.(apa/red)
